Sonntag, 10. September 2006

Kosten für Strom, Wasser, Heizung steigen: Energiesparen ist 52 Prozent ein Anliegen

  • Jeder Haushalt gibt für Energie 1.500 € jährlich aus

Treibstoffpreise auf Rekordhöhe, Gas wird teurer - die Österreicher sind mit immer mehr Ausgaben konfrontiert. Mehr als bei anderen Lebenshaltungskosten registrieren sie bei der Jahresabrechnung für im Haushalt verbrauchte Energie ein großes Plus: Drei Viertel haben laut einer Umfrage im vergangenen Jahr für Strom, Wasser und Heizung mehr bezahlt als zuvor. 52 Prozent der Bevölkerung sehen hier auch das größte persönliche Sparpotenzial.

In anderen Bereichen sind die Kosten nach Ansicht der Österreicher aber ebenfalls gestiegen: Zwei Drittel der 500 vom Institut Spectra Befragten gaben im vergangenen Jahr für Lebensmittel und Getränke mehr aus. Knapp dahinter liegen höhere Ausgaben für Wohnung und Haus. Bei sechs von zehn Österreichern sind die Auslagen für Gesundheit und Körperpflege gestiegen. Eher gleich geblieben sind nach Meinung der Befragten die Kosten für Bekleidung, Hobbys und Freizeit.

Für Energie gibt jeder heimische Haushalt durchschnittlich rund 1.500 Euro aus: Meist bewegen sich die Summen zwischen 500 und 1.500 Euro. 46 Prozent müssen bis zu 1.000 Euro pro Jahr blechen, etwa ein Fünftel bis 1.500 Euro. Bei einem Drittel fallen die Ausgaben deutlich höher aus. Bei 16 Prozent liegen sie sogar über 2.000 Euro.

Die Mehrheit will folgerichtig am liebstens bei der Stromrechnung den Rotstift ansetzen. Etwa je ein Drittel möchte bei Lebensmitteln und Getränken sowie bei Bekleidung und Schuhen sparen. Hobbys will nur jeder fünfte Befragte beschneiden. Auch bei Wohnung oder Haus sehen nur 19 Prozent Möglichkeiten, den Gürtel enger zu schnallen.

Sechs von zehn Österreichern ist Energie zu sparen sehr wichtig, einem Fünftel wichtig. Nur sechs Prozent halten wenig bis nichts davon. In der Altersgruppe 50+ finden zwei Drittel das Thema sehr wichtig. Besonders energiebewusst sind die Niederösterreicher und Burgenländer. Am wenigsten Gedanken machen sich Wiener und Westösterreicher in Salzburg, Tirol und Vorarlberg.
(apa)

10.9.2006 09:16