Jährlicher Zuwachs um 2,2 %: Heimische Arbeitskosten geringer gestiegen als in EU
- Durchschnittlicher Anstieg in der EU bei 3,6 Prozent
Der jährliche Zuwachs der Arbeitskosten in der Industrie und bei Dienstleistungen ist in Österreich in den vergangenen Jahren geringer ausgefallen als in der Euro-Zone und in der Europäischen Union. Während in Österreich die Arbeitskosten je geleisteter Stunde von 2000 bis 2005 pro Jahr um 2,2 Prozent stiegen, fiel der Anstieg im Euro-Währungsgebiet mit 3,0 Prozent deutlich höher aus.
In Deutschland stiegen die Arbeitskosten im Schnitt überhaupt nur um 1,8 Prozent jährlich, weit unter dem Zuwachs von 3,6 Prozent in der EU. Das geht aus einer Studie des deutschen Statistischen Bundesamts hervor. Stärker als in Deutschland und Österreich fielen die Arbeitskosten-Steigerungen in Frankreich aus, und zwar mit einem Plus von 3,4 Prozent. Noch stärker stiegen die Arbeitskosten in Schweden mit 3,9 Prozent, den Niederlanden (4,0 Prozent), Finnland (4,3 Prozent) und Großbritannien (4,7 Prozent).
In den osteuropäischen EU-Ländern fiel der Anstieg noch kräftiger aus, allerdings von einem weit niedrigeren Niveau aus. So stiegen die Arbeitskosten in diesen Jahren in Tschechien um 7,4 Prozent, in Ungarn gar um 10,0 Prozent.
Die Arbeit in den "alten" EU-Staaten bleibt trotz dieser Steigerungsraten in den neuen Mitgliedsländern für Arbeitgeber relativ teuer. In einem vorläufigen Vergleich des deutschen Statistischen Bundesamts ist Arbeit in Dänemark am teuersten, gefolgt von Belgien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Finnland und am achten Platz Österreich. Am billigsten ist Arbeit demnach in Litauen. (apa)
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