Trotz Roter Laterne: Frenkie Schinkel soll weiterhin Trainer der Wiener Austria bleiben
- Letztes Wort hat allerdings Geldgeber Stronach
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Trotz des Rückfalls auf den letzten Tabellenplatz bleibt Frenkie Schinkels zumindest vorerst Trainer des amtierenden österreichischen Fußball-Doublegewinners FK Austria. Darauf einigten sich Sportdirektor Peter Stöger und Schinkels in einem ausführlichen Gespräch nach der 0:1-Niederlage in Altach. Unmittelbar nach Spielende hatte der Austria-Coach seine Position noch selbst massiv in Frage gestellt.
"Gleich nach dem Spiel war Frenkie ein bisschen aufgewühlt", erklärte Stöger die Aussagen seines Betreuers ("Wenn man im Verein der Meinung ist, dass ein Trainerwechsel hergehört, dann muss man darüber reden"). Nun steht die Aufarbeitung der jüngsten sportlichen Tiefschläge sowie die Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Auswärtsmatch gegen Legia Warschau auf dem Programm.
Die letzte Entscheidung, ob Schinkels in Polen auf der Betreuerbank sitzen wird, trifft aber nicht Stöger, sondern der scheidende Mäzen Frank Stronach. "Wir hatten bisher noch keinen Kontakt zu ihm. Wenn er etwas ändern will, wird er sich melden, ansonsten arbeiten wir normal weiter", sagte der Sportdirektor.
Der Austro-Kanadier hatte bereits zuvor für lange Gesichter bei den Spielern gesorgt, als er ihnen mitteilte, die von den Kickern geforderten Prämien aus der vergangenen Saison nicht auszubezahlen. "Er hat gesagt, dass er das so nicht versprochen hat. Auch eine negative Entscheidung ist eine Entscheidung", kommentierte Stöger die Vorgehensweise von Stronach.
Angesichts der tristen Tabellen-Situation haben sich die Spieler ohnehin auf sportliche Belange zu konzentrieren. "Jetzt muss jedem klar werden, dass wir im Abstiegskampf sind, so lange wir da unten sind. Schön spielen und in Schönheit sterben gibt's nicht mehr", betonte Stöger, ist aber auch überzeugt: "Von den Burschen unterschätzt keiner die Situation."
Den historischen Tiefstand (noch nie lag die in dieser Saison noch sieglose Austria nach acht Runden am Tabellenende) erklärte der Sportdirektor zum Teil auch mit mangelndem Spielglück. "Wir verlieren ja keine Partie klar. Aber es fehlt jedes Mal ein bisschen, und daran müssen wir arbeiten." Hauptverantwortlich für den schlechtesten Start eines Titelverteidigers in der Geschichte sei aber der personelle Aderlass im Sommer. "Wir haben einfach nicht mehr die Qualität wie in der letzten Saison. Also müssen wir uns auf andere Tugenden besinnen", sagte Stöger.
(apa/red)
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