Meister als Tabellenschlusslicht: Austria
nach 0:1-Pleite in Altach auf Abstiegsplatz
- Effiziente Tiroler schlagen Mattersburg mit 2:1
- GAK erobert Punkt in Ried, Sturm vs. Pasching 0:0
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Meister Austria Magna steht auf einem Abstiegsplatz. Die Wiener verloren bei Aufsteiger Altach mit 0:1 und liegen nach der 8. Runde sieglos am Tabellenende, da Ried zu Hause gegen den GAK ein 1:1 eroberte. Tirol feierte gegen Mattersburg einen 2:1-Heimerfolg, Sturm und Pasching trennten sich torlos.
Austria Magna ist am sportlichen Tiefpunkt angelangt. Nach einer 0:1-Niederlage in Altach warten die Violetten auch nach der achten Runde auf den ersten Saison-Sieg. Die Wiener, die weiterhin bei nur fünf Punkten halten, übernahmen damit die Rote Laterne von der SV Ried. Der Brasilianer Leonardo war mit seinem Treffer in der 7. Minute Matchwinner für den Aufsteiger.
Noch nie in der Bundesliga-Geschichte ist ein regierender Meister so schlecht in die kommende Saison gestartet, noch nie waren die "Violetten" in dieser Phase der Saison so schlecht platziert. Zwar drückten die Wiener vor 6.700 Zuschauern nach dem Wechsel auf den Ausgleich, Altach, mit 17 Gegentreffern eigentlich das "Durchhaus der Liga", hielt das Tor jedoch sauber. Es war für die Austria das elfte Pflichtspiel in Folge ohne Sieg.
Altachs Brasilianer sorgte mit seinem sechsten Saisontor in der 7. Minute für die frühe Führung zu Gunsten der Vorarlberger. Nach einer Atav-Hereingabe behinderten sich der Torschütze und Jagne zwar gegenseitig, Leonardo setzte sich gegen seinen Mitspieler jedoch durch und ließ Safar aus elf Metern keine Chance.
Der noch regierende Meister, wo Neuzugang Johannes Ertl von Beginn an aufgeboten wurde, erzeugte im 50. Spiel unter Trainer Frenkie Schinkels nur wenig Gefahr vor dem Tor des Aufsteigers. Zu wenig Bewegung war in der Offensive, zu statisch das Spiel im Mittelfeld. Lasnik fand aus einem 25-m-Freistoß, den Krassnitzer über das Tor drehte (23.), die beste Chance vor. In der 41. Minute schoss der Flügelspieler aus kurzer Distanz Altach-Verteidiger Schmid an.
Nach dem Wechsel setzte Schinkels auf Offensive, brachte mit Pichlmann und später mit Aigner zwei weitere Stürmer. Kiesenebner (52./Fernschuss) und Pichlmann (56.) vergaben kurz nach der Pause die Möglichkeiten auf den Ausgleich. Die beste Möglichkeit auf das 1:1 vereitelte der fehlerlose Krassnitzer, der bei einem Tokic-Kopfball auf dem Posten war (72.). Eine Minute später traf Troyansky aus 20 Metern nur die Latte. Bei den Altachern, die sich komplett auf Konter verlegten, vergab Leonardo in der 76. Minute die beste Möglichkeit, Safar parierte.
Tirol siegt über Mattersburg
Der FC Wacker Tirol hat seine makellose Heimbilanz gegen SV Mattersburg prolongiert und im fünften Bundesliga-Heimspiel gegen die Burgenländer den fünften Sieg gefeiert. Die Innsbrucker setzten sich gegen den SVM mit 2:1 (0:0) durch.
Dabei hatte zunächst nicht viel auf einen Heimsieg der Grün-Schwarzen hingedeutet. Zwar fanden die Gastgeber durch Schrott (3./Kopfball zu unplatziert) und Masek (11./Schuss abgeblockt) die ersten Chancen vor, danach spielte aber nur noch Mattersburg. Mörz (17.) und Atan (24.) hatten mit Schüssen Pech, in der 29. Minute hob Hanikel den Ball über Wacker-Goalie Pavlovic und nur haarscharf neben das Tor. Wieder acht Minuten später drehte Pavlovic einen Fuchs-Freistoß über die Latte, nach dem darauf folgenden Eckball verfehlte Lang nur knapp das Ziel.
Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Mattersburger auf Offensive, gerieten aber durch eine Nachlässigkeit in der Abwehr in Rückstand. Nach einem Pass von Kolousek zog Masek allein Richtung Mattersburg-Tor und ließ Keeper Borenitsch mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Chance (53.). In der Folge setzte die Lederer-Truppe alles auf eine Karte, kam aber im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten zunächst zu keiner zwingenden Torchance.
Die Innsbrucker verlegten sich auf Konter und hatten damit in der 82. Minute Erfolg, als der eingewechselte Aganun allein am Mattersburger Strafraum auftauchte. Seinen Querpass bugsierte Lang ins eigene Tor. Die Mattersburger gaben sich zwar auch danach nicht geschlagen, mehr als ein Eigentor durch Feldhofer mit dem Rücken nach einem Eckball von Atan schaute aber nicht mehr heraus. Damit feierte Innsbruck den ersten Heimsieg in dieser Saison und den ersten vollen Erfolg nach vier Runden.
Nullnummer in Graz
Sturm Graz und Superfund Pasching trennten sich torlos. Damit fielen die Gäste aus Oberösterreich, die am Donnerstag in der ersten UEFA-Cup-Runde in Livorno spielen, vom dritten auf den vierten Tabellenplatz zurück. Auch die in argen finanziellen Nöten steckenden Grazer büßten vor dem Sonntag-Schlager zwischen Rekordmeister Rapid (8.) und Tabellenführer Salzburg einen Rang ein und sind nun Siebenter.
Nach der Verabschiedung von Sturm-Urgestein Günther Neukirchner (34 Jahre/spielte insgesamt 26 Jahre für die Grazer), der seine Karriere nun bei Gratkorn in der Red Zac Erste Liga ausklingen lässt, sahen die 8.062 Zuschauer in der UPC-Arena ein Match mit extrem wenig Höhepunkten. Für die erste Aufregung sorgte Pasching-Schlussmann Schicklgruber, der in Minute 20 im Strafraum Sarac niederstieß, doch Schiedsrichter Einwaller entschied nicht auf Elfmeter. Danach wurden die Torhüter vor der Pause lediglich durch Weitschüsse ernsthaft geprüft, nämlich durch Sturm-Teamspieler Leitgeb (41./aus rund 25 m) sowie den deutschen Pasching-Legionär Ketelaer (44./aus 14 m).
In der 49. Minute hätte es eigentlich 1:0 für die Hausherren, in deren Reihen der langjährige Austrianer Ernst Dospel sein Debüt gab, heißen müssen: Nach herrlicher Vorarbeit und Idealpass von Sturm-Heimkehrer Ronald Gercaliu schob der völlig unbedrängte Christoph Leitgeb die "Hundertprozentige" aus kurzer Distanz weit am langen Eck vorbei. Danach flachte die Partie total ab. Angesichts der Stärke der Abwehr- und Schwäche der Sturm-Reihen ging die Punkteteilung in Ordnung.
Ried gibt rote Laterne ab
Die SV Ried hat mit einem 1:1-Unentschieden gegen den GAK die rote Laterne in der Tabelle an die Wiener Austria abgegeben. Der GAK holte mit diesem Remis nach zwei Niederlagen in der Vorsaison wieder einen Punkt im Innviertel. Jung Won Seo bzw. Ralph Spirk sorgten für die Treffer.
Den ersten Aufreger in einer eher schwachen ersten Hälfte gab es bereits nach nur 16 Sekunden. Erik Akoto war mit der Hand angeblich im eigenen Strafraum am Ball, Schiedsrichter Bernhard Brugger ließ weiter laufen. In der Folge waren die Hausherren auf Grund eines Übergewichts im Mittelfeld auch weiter überlegen, ohne jedoch zuerst zwingende Chancen zu haben. In der 18. Minute prüfte Martin Amerhauser Ried-Goalie Hans-Peter Berger mit einem Schuss von der halblinken Seite, dieser war jedoch auf seinem Posten.
Herwig Drechsel (34., Schuss am langen Eck vorbei) und Jovan Damjanovic (41., Kopfball) vergaben die besten Chancen auf Rieder Seite. GAK-Stürmer Rade Djokic fand mit einem 25-m-"Hammerfreistoß" (43.) in Schlussmann Berger seinen Meister. Sein Sturmpartner No wurde bereits in der 40. Minute ausgewechselt.
Die zweite Hälfte begann mit Dauerdruck der Hausherren. Entgegen dem Spielverlauf gelang Ralph Spirk nach einer weiten Flanke der überraschende 1:0-Führungstreffer (68.) für die Gäste. Er wurde am langen Eck von der Ried-Verteidigung einfach "vergessen", war mit dem Kopf zur Stelle. Doch die Freude der Grazer währte nicht lange, der eingewechselte Seo staubte nach einem Drechsel-Freistoß über die Mauer und an die Stange ab (71.). Danach fanden beide Mannschaften noch Chancen vor, Tor sollte aber keines mehr gelingen.
(apa/red)
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