Sechs Monate vor Renn-Comeback: Auf
Alex Wurz wartet noch jede Menge Arbeit
- "Williams befindet sich gerade auf dem Scheideweg"
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Etwas mehr als sechs Monate trennen Alexander Wurz noch vom lang ersehnten Comeback als Formel-1-Grand-Prix-Fahrer. Ein halbes Jahr, in dem auf den Niederösterreicher und sein Team Williams jede Menge Arbeit wartet. "Jetzt und dann bei den Wintertests wird der Grundstein gelegt, ob es eine erfolgreiche oder eine schwierige Saison wird", erklärte Wurz in Monza.
Seine Mannschaft, zu der er 2006 von McLaren gewechselt war, befinde sich derzeit gerade "auf dem Scheideweg". "Das Team war in den 80er- und 90er-Jahren eines der erfolgreichsten in der Formel 1. Jetzt befindet es sich gerade auf dem Scheideweg, ob es zurück Richtung Spitze geht. Ich hoffe, dass wir auf dem aufsteigenden Ast sind." Wurz wird 2007 gemeinsam mit Nico Rosberg das Williams-Fahrerduo bilden.
Die Vorfreude auf den 18. März 2007 (Saisonauftakt in Australien) steigt beim 32-Jährigen natürlich, auch wenn Wurz die Lage derzeit noch "eher analytisch denkend" sieht. "Ich bin sehr froh, weiß aber auch, dass ich eine große Verantwortung habe. Davor habe ich jedoch keine Angst. Ich freue mich, diese Verantwortung zu übernehmen."
Die angesprochene Verantwortung erörterte Wurz so: "Das ganze Team mit seinen 530 Leuten, das Umfeld, die Sponsoren werden alle 14 Tage in der Weltöffentlichkeit gemessen. Und es gibt im Endeffekt dann zwei Leute, die sich dafür verantworten müssen." Das sei Teil des Geschäfts, der "Kick und die Herausforderung" sei für ihn: "Auf den Punkt genau die Leistung bringen".
Dass er dies nach x-tausend Testkilometern für McLaren und Williams (2007 mit Toyota-Motoren) auch nach wie vor im Rennen kann, hat Wurz im April 2005 in Imola bewiesen. Als Ersatz für den verletzten Juan Pablo Montoya raste er quasi direkt von der Reservebank kommend auf Rang drei. "Wenn du jahrelang neben den besten Fahrern der Welt testest, dann verbessert sich logischerweise auch dein eigenes Spiel."
Dass er nun wieder permanent im Konzert der Großen mitspielen kann, verdankt Wurz mehreren Faktoren. U.a. seinem blendenden Ruf als "Ingenieur unter den Rennfahrer". "Diese Fähigkeit hatte ich von Anfang an. Schon bei meinen ersten Formel-1-Test hat Pat Symonds gesagt: 'Absoluter Wahnsinn, was wir für Aussagen von dir bekommen'".
Der Wechsel zu Williams war natürlich punkto Timing ideal gewählt. "Ein wichtiger Punkt auf der Plusliste war: ich wusste, dass die Verträge Ende 2006 neu ausverhandelt werden. Und ich wusste, dass ich eine Chance habe, wenn ich bei den Tests beeindrucke." Und da kommt wieder die Zähigkeit und Geduld des zweifachen Familienvaters ins Spiel: "Geduld zahlt sich meiner Meinung nach immer aus. Man darf nicht aufgeben, vor allem mental. Wenn es schwierig wird, dann wird es interessant."
(apa/red)
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