"Rückstand in WM noch drehen": "Schumi" setzt in Monza voll auf Tifosi-Unterstützung
- Ferrari-Fahrer liegt derzeit 12 Punkte hinter Alonso
- Montezemolo: Z-Entscheidung erst nach Italien-GP
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Beim Ferrari-Heimspiel in Monza setzt Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher auf die italienischen Anhänger. "Für uns ist es immer ein großes Fest, dort zu fahren, denn die Tifosi stehen meistens geschlossen hinter uns", schrieb der Deutsche auf seiner Internetseite. "Wie schon einige Male in den Jahren zuvor, kommen wir nach Monza mit einem Rückstand in der WM und der festen Absicht, diesen noch zu drehen."
Auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs in der Nähe von Mailand sind Schumacher und Türkei-Sieger Felipe Massa mit ihren Ferraris die Favoriten. Vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag, dem letzten Europa-Rennen in dieser Saison, rangiert Schumacher in der Fahrerwertung 12 Punkte hinter dem spanischen Titelverteidiger und Renault-Piloten Fernando Alonso (108 Punkte) und kann in den verbleibenden vier WM-Läufen nicht mehr aus eigener Kraft seinen achten WM-Titel holen.
"In der Konstrukteurswertung sind wir nicht mehr weit weg, und auch in der Fahrerwertung ist meiner Meinung nach noch alles drin. Wir müssen angreifen, und die Fans können sicher sein, dass unser aller Kampfgeist längst geweckt ist", sagte Schumacher. Das Team und er seien "voller guten Mutes, und wir bauen auf die Unterstützung der Tifosi".
Spannender als der Ausgang des Rennens ist jedoch die Lösung des Geheimnisses um Schumachers Zukunft. Ferrari will nach dem Grand Prix seine Fahrerpaarung für 2007 bekannt geben. Dann steht fest, ob der siebenmalige Weltmeister seinen auslaufenden Vertrag bei Ferrari noch einmal verlängert oder seine Karriere in diesem Jahr beendet.
Auch Ferrari- und Fiat-Chef Luca di Montezemolo ließ sich am Montagabend bei einer 100-Jahr-Feier von Lancia in Venedig nichts entlocken. "Über Schumacher werden wir am Sonntagabend sprechen", sagte er und wehrte entsprechende Fragen ab. Sein Chefpilot hatte schon am Montag um Verständnis gebeten, dass er sich bis zum Sonntag nicht mehr über seine Zukunft äußern wolle. Für das Rennen in Monza ist di Montezemolos Vorgabe klar: "Wir müssen gewinnen. Ich glaube, dass die gesamte Mannschaft für Schumacher arbeiten wird."
(apa)
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