Saisom vorzeitig beendet: Marion Jones bei Weltcup in Athen und Shanghai nicht dabei
- Sprintstar begründete dies mit fehlender Topform
·Doping: B-Probe entlastet Marion Jones
US-Sprinterin glücklich über Beweis für Unschuld
·Leichtathletik: Best- leistungen der Damen
KLICKEN: Alle Rekorde und Jahresbestleistungen
Verwirrung herrschte um Sprintstar Marion Jones vor dem Weltcup am Wochenende in Athen. Nicht einmal der US-Verband USATF wusste drei Tage vor dem großen Saisonfinale, ob die dreifache Olympiasiegerin ihrer Comeback-Ansage auch Taten folgen lässt. "Wir haben Marion über 100 m eingeplant und gehen davon aus, dass sie startet. Aber sie hat sich noch nicht gemeldet", sagte US-Teammanagerin Sandy Snow. Wenige Stunden später nannte Jones den grund dafür: Sie werde wegen fehlender Topform nicht starten.
Kurz zuvor hatte auch Jones-Manager Charles Wells bestätigt, sie würde starten: "Es hat sich nichts geändert. Sie will in Athen und Shanghai starten", bekräftigte er. Als US-Meisterin wurde die 30-Jährige von der USATF zwar für die 100 m und die Sprintstaffel nominiert, obwohl sie ihr bisher letztes Rennen am 28. Juli in London bestritten hatte. Doch bisher fehlt das Okay der besten US-Sprinterin dieses Jahres (10,91 Sekunden). Nur die Jamaikanerin Sherone Simpson (10,82) war schon schneller.
Marion Jones teilte schließlich mit, dass sie am Weltcup in Athen nicht teilnehmen werde. Die US-Sprinterin gab bekannt, dass sie die Saison 2006 bereits beendet habe, weil sie sich nicht in Topform befinde.
Dabei steht für Marion Jones viel auf dem Spiel: Sie will um ihren Ruf kämpfen und an gute alte Zeiten anknüpfen. Erst am 7. September, war sie auf Grund einer negativen B-Probe vom Dopingverdacht entlastet worden, nachdem sie am 23. Juni positiv auf EPO getestet worden war. Statt der drohenden Sperre kann sie nun bei null anfangen. Als erste Sprinterin könnte sie beim Weltcup nach ihren 100-m-Siegen in Johannesburg (1998) und Madrid (2002) sogar einen Hattrick feiern. Beim Meeting in Shanghai könnte sie am 23. September die Saison dann entspannt ausklingen lassen.
Der Weltcup wird wieder zum Millionenspiel, außerdem feiert der interkontinentale Mannschaftswettbewerb Jubiläum: Nach der Premiere vor 29 Jahren in Düsseldorf erlebt Athen bereits die zehnte Auflage. Der Weltverband IAAF lobte insgesamt 2,972 Millionen Dollar (2,34 Mio. Euro) Preisgeld aus; für einen Einzelsieg gibt es 30.000, für einen Weltrekord 100.000 Dollar (79.000 Euro).
Jeweils neun Teams bei Männern und Frauen treten in insgesamt 40 Disziplinen (36 Einzel/4 Staffeln) gegeneinander an. Titelverteidiger sind Afrikas Männer, die den fünften Sieg in Serie landen wollen, und das favorisierte russische Frauenteam.
Weltrekord liegt in der Luft
In Athen liegt ein Weltrekord in der Luft. Ein heißer Kandidat ist der Chinese Liu Xiang, der seine eigene Bestmarke über 110 m Hürden (12,88 Sek.) angreifen will. Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa (RUS) kündigte schon an: "Ich habe immer noch den Weltrekord im Kopf." Mehrmals hat sich die Olympiasiegerin in diesem Jahr vergeblich an den 5,01 m versucht.
(apa)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
