Donnerstag, 7. September 2006

Rad-Elite für Salzburg-WM gut vorbereitet: Luttenberger & Kohl nach Sturz optimistisch

  • Kohl nach Vuelta-Crash: 'Die Therapie greift sehr gut'
  • Luttenberger: 'Glaube nicht, dass Start gefährdet ist'

Die heimische Rad-Elite befindet sich in der Endphase der Vorbereitung auf die Straßen-WM in Salzburg (20. - 24. 9.). Während Bernhard Eisel, Rene Haselbacher (jeweils Spanien-Rundfahrt) und Peter Wrolich (Polen-Rundfahrt) derzeit in Etappenrennen engagiert sind, absolvieren Georg Totschnig und Christian Pfannberger die fünftägige Hessen-Rundfahrt (Dreiländer-Tour). Bernhard Kohl unterzieht sich nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta einer Therapie in Kärnten und ist optimistisch. Peter Luttenberger rechnet nach eigenen Angaben trotz seines Sturzes mit einem Start im WM-Zeitfahren.

Eisel und Haselbacher werden wie geplant vorzeitig aus der Vuelta aussteigen und in Bad Tatzmannsdorf regenerieren bzw. trainieren. Dorthin reist nach dem letzten Rennen auch das Sextett für den WM-U23-Bewerb. Markus Eibegger, Stefan Denifl und Co. bestreiten ab Freitag (in ihren Klub- bzw. Mix-Teams) das Dreitages-Rennen Linz-Passau-Budweis, das mit einer Bergankunft auf der Hutterer Höß bei Hinterstoder endet. Eibegger wird danach entscheiden, ob er so wie Denifl auch im WM-Einzelzeitfahren antritt.

Nach dem Weltcup-Finale der Damen in Nürnberg werden die restlichen zwei Plätze im ÖRV-Sextett für das WM-Rennen fixiert. Von den vier bereits Qualifizierten sind Andrea Graus, Daniela Pinterits und Monika Schachl in Deutschland dabei, Christiane Soeder absolviert ein Einzelzeitfahren in Frankreich. Graus wird danach noch zwei oder drei Etappen der Toskana-Rundfahrt bestreiten.

Totschnig hat zuletzt auf einer Alm im Zillertal bzw. in St. Christoph Höhentrainings absolviert und sammelt nun die nötigen Rennkilometer. Für Kohl geht es darum, nach dem Vuelta-Sturz wieder völlig fit zu werden. Zuletzt saß der Wahl-Kärntner erstmals wieder auf dem Ergometer. "Die Therapie greift sehr gut, die Schmerzen im Rücken sind nicht so schlimm", erklärte Kohl. Sein Arzt Georg Lajtai zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass er bis zum Straßenrennen der WM wieder fit wird."

Luttenberger nach Sturz wieder optimistisch
Peter Luttenberger rechnet nach eigenen Angaben trotz seines Sturzes mit einem Start im WM-Zeitfahren. "Ich glaube nicht, dass mein Start gefährdet ist", sagte der 33-jährige Steirer, der eher mit einer Verstauchung oder maximal kleineren Frakturen in der Hand rechnet. Sein Ausstieg aus der Polen-Rundfahrt sei lediglich eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. "Ich wollte so kurz vor der WM nichts riskieren", begründete Luttenberger.

(apa)

7.9.2006 13:34