Montag, 4. September 2006

Bevölkerung bekommt Vorbereitungen zu spüren: Salzburg schon im Rad-WM-Fieber

  • Auf 20 Sattelschleppern Sitzplatz-Tribünen angekarrt
  • Busse werden während der WM-Rennen umgeleitet

Mit dem Beginn der Aufbauarbeiten der Tribünen auf dem Mirabellplatz ist am Montag der Startschuss für den Countdown zur Rad-WM 2006 vom 19. bis 24. September in Salzburg gefallen. In der Früh trafen die ersten von insgesamt 20 Sattelschlepper ein, die das 400 Tonnen schwere Material für die 3.000 überdachten Sitzplätze in den nächsten Tagen vor das Schloss Mirabell karren.

"Heute stehen rund 30 Mann im Einsatz, die Zahl steigert sich von Tag zu Tag", sagte WM-Generalsekretär Wolfgang Weiss im APA-Gespräch, während die Arbeiter Metall- und Holzteile sowie die ersten Zusehersesseln vor die Schlosswand platzierten. "Es läuft alles nach Plan", sagte Weiss zufrieden. In den nächsten beiden Wochen werden weitere 52 Lkw erwartet. Sie bringen Absperrgitter in einer Gesamtlänge von 48 Kilometern in die Stadt und in den Flachgau.

Vor dem Schloss Mirabell bauen die Monteure der Firma Nüssli insgesamt vier Tribünen auf. Sie reichen bis zum Kongresshaus. "Die Gesamtlänge beträgt rund 200 Meter, die Maximalhöhe zwölf Meter", erklärte Horst Stadler, Arbeitskreisleiter für Bauten und Technik, der mit den Plänen in Händen die Abladearbeiten beaufsichtigte.

Auf der gegenüberliegenden Seite vor der Andräkirche bleibt die Asphaltfläche noch bis Mittwoch nächster Woche den parkenden Autos der Parkgarage Mirabell vorbehalten. Ab 13. September werden dort der Zielinnenraum, zwei Videowalls, die Bühne für die Eröffnungsfeier und Siegerehrung, das Scoreboard und der Zeitnehmungstruck aufgestellt. Seitlich der Kirche entsteht der 2.600 Quadratmeter großer TV-Bereich. Die Fläche wurde vom Organisationskomitee Rad-WM (OK) bis 27. September gemietet. Der Wochenmarkt "Schranne" entfällt deshalb am 14. und 21. September.

Bevölkerung bekommt Vorbereitungen zu spüren
Täglich bekommt nun die Bevölkerung die Vorbereitungen zur Rad-WM zu spüren. Für den letzten Feinschliff der Strecke wurde am Wochenende die Sterneckstraße neu asphaltiert. Am Montag wurde der Kreisverkehr auf dem Max-Ott-Platz weggefräst. Die Arbeiten liefen auf Hochtouren, inspizierte doch der technische Delegierte des Radsport-Weltverbandes (UCI), Charly Mottet, ab 14.00 Uhr ein letztes Mal die WM-Strecke.

Zu Verkehrsbehinderungen kam es auch im Bereich des Mirabellplatzes, weil die Sattelschlepper auf der Busspur parkten. "Die Stadtbus-Haltestelle wurde vor das Mozarteum-Gebäude verlegt, und die Regionalbusse halten dort, wo bisher die O-Busse stehen blieben", erläuterte Stadtbus-Chef Gunter Mackinger. Die Haltestellen werden nach der Rad-WM wieder zurückverlegt. Richtung Bahnhof bleibt diese Woche noch alles beim Alten. In der WM-Woche werden die Busse während der Rennzeiten umgeleitet. (APA/red)

4.9.2006 12:27