An Grenze zu Libanon: Syrien will Soldaten gegen Waffenschmuggel stationieren
- Nachschub an Hisbollah soll unterbunden werden
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Syrien hat nach Angaben der Vereinten Nationen die Stationierung von Soldaten an seiner Grenze zum Libanon zugesagt, um den Schmuggel von Waffen an die radikal-islamische Hisbollah zu verhindern. Der syrische Präsident Bashar al-Assad habe ihm telefonisch versprochen, ein Bataillon zur Sicherung der Grenze bereitzustellen, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan. Ein Bataillon sind bis zu 1200 Soldaten.
Assad habe zudem ein Angebot der internationalen Gemeinschaft für Training, Ausrüstung und "internationales Know-how" der Soldaten angenommen. Er habe Deutschland gebeten, das entsprechende Fachwissen zur Verfügung zu stellen, sagte Annan weiter. Dies könne mit einem entsprechenden deutschen Engagement im Libanon einhergehen. Deutsche Grenzschutz- und Zollexperten sind am Flughafen von Beirut im Einsatz. Sie sollen dort die Kontrolle von Passagieren und Fracht unterstützen, damit Waffenschmuggel an die Hisbollah unterbunden wird. Die Unterbrechung dieses Nachschubs für die schiitische Miliz war eine Bedingung Israels zur Aufhebung seiner See- und Luftblockade gegen den Libanon. Syrien und der Iran werden weithin verdächtigt, die Hisbollah mit Waffen und Geld zu unterstützen.
Israel und die Hisbollah im Südlibanon hatten gut einen Monat lang Krieg gegeneinander geführt. Eine Friedenstruppe der Vereinten Nationen soll gemäß einer UN-Resolution die Einhaltung eines Waffenstillstands zwischen den Konfliktparteien überwachen. Deutschland will sich mit der Marine an dem UN-Einsatz beteiligen.
Washington will deutsche Patrouillen an syrischer Grenze
Die USA wollen einem israelischen Bericht zufolge einen Einsatz deutscher Soldaten an der libanesischen Grenze zu Syrien. Deutsche Patrouillen sollten in dem Gebiet eingesetzt werden, um den von Israel befürchteten Waffenschmuggel über die Grenze zu verhindern, berichtete der israelische Rundfunk am Samstag. Der Vorschlag sei an die libanesische Regierung übermittelt worden. Es gebe aber noch kein Vereinbarung.
Israel fordert den Einsatz internationaler Truppen an der Grenze und warnt, sonst könnte der Konflikt mit der Hisbollah im Streit um Waffenschmuggel wieder aufflammen. Syrien hat eine solche Stationierung bisher abgelehnt. Berlin plant die Entsendung von Marineeinheiten zur Überwachung der libanesischen Küste.
(apa/red)
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