Einlenken im Atomstreit? Iran erwägt Aussetzung seiner Urananreicherung
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Der Iran erwägt nach Angaben von Diplomaten die zeitweise Aussetzung seiner umstrittenen Urananreicherung. Wie am Sonntag nach zwei Gesprächsrunden über den Atomstreit zwischen EU- Chefdiplomat Javier Solana und dem iranischen Unterhändler Ali Larijani in Wien verlautete, könnte der Iran die Urananreicherung für bis zu zwei Monate aussetzen. Das offizielle Dementi aus dem Iran folgte auf dem Fuß.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Reza Asefi, hat Spekulationen zurückgewiesen, der Iran könnte als Zeichen des Entgegenkommens im Atomstreit seine Uran-Anreicherung vorübergehend aussetzen. Teheran werde nicht einmal eine kurzfristige Aussetzung seiner Anreicherungsaktivitäten akzeptieren, sagte er nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars.
Die Frage des Anreicherungsstopps gehöre der Vergangenheit an, betonte Asefi bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz. Dieses Thema stehe in keinem Zusammenhang mit den laufenden Atomgesprächen. Das Treffen zwischen dem iranischen Chefverhandler Ali Larijani und EU-Außenbeauftragten Javier Solana nannte er konstruktiv und nützlich. Zugleich wies Asefi Befürchtungen zurück, die Atomgespräche befänden sich an einem toten Punkt. Das iranische Atomprogramm sei transparent, offen und frei von Zweideutigkeiten, so der Außenamtssprecher.
(apa/red)
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