Furcht vor der Außenwelt: Frau in
Italien 26 Jahre in Wohnung verschanzt
- Fürchtete sich vor Bakterien, Luft und Sonne
Eine 56-jährige Italienerin, die eine schwere Phobie vor Bakterien, Sonne und frischer Luft entwickelt hatte, hat sich 26 Jahre freiwillig in ihrer Wohnung verbarrikadiert und ist am Wochenende von der Polizei "befreit" worden. Die Frau wohnte in der norditalienischen Stadt Macerata mit geschlossenen Fensterläden. Exekutive und Krankenpfleger, die sie befreiten, mussten mit Gasmasken die Wohnung betreten, weil der Gestank unerträglich war.
Die Italienerin, die nur noch 30 Kilogramm wog und zwei Meter lange Haare hatte, pflegte nur noch Kontakt zu einem Bruder, der ihr Lebensmittel vor die Haustür brachte. Sie lebte in ständiger Angst, durch den Kontakt mit frischer Luft Krankheiten zu entwickeln. Ihre Zeit habe sie mit Fernsehen und Radiohören verbracht, berichteten italienische Medien. Die Frau wurde in ein Spital eingeliefert.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
