Sonntag, 10. September 2006

Neuerlich blutige Kämpfe in Sri Lanka: 28 Soldaten & Dutzende Aufständische getötet

  • Seit Ende Juli schon hunderte Todesopfer zu beklagen

Bei den jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen in Sri Lanka sind nach Armeeangaben 28 Soldaten und Dutzende Aufständische getötet worden. Beim Vorrücken in Rebellengebiet im Norden der Insel seien außerdem 119 Soldaten verletzt worden, teilte ein Armeesprecher mit. Die Zahl der getöteten Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) könne bei 130 liegen, dies sei aber noch nicht bestätigt. Seit dem Wiederaufflammen des zwei Jahrzehnte andauernden Bürgerkriegs Ende Juli sind Hunderte Menschen getötet worden, rund 200.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Regierung und Rebellen werfen einander vor, den 2002 geschlossenen Waffenstillstand zu verletzen. Durch die Eroberung der Rebellenhochburg Sampur am Montag spitzte sich die Lage zu. Die LTTE forderte den Rückzug der Armee aus der Stadt und bezeichnete deren Einnahme als Kriegserklärung. Die Regierung sah sich nach eigenen Angaben zur Eroberung der Stadt gezwungen, weil LTTE-Kämpfer von dort aus die Einfahrt zum strategisch wichtigen Hafen Trincomalee beschossen und die Nachschubroute der Armee angegriffen hätten.
(apa)

10.9.2006 09:44