Sonntag, 10. September 2006

Gipfel in Helsinki: Zweitägige Gespräche zwischen Staatschefs aus Europa und Asien

  • Hauptthema: Herausforderungen der Globalisierung
  • Im Vorfeld Protest gegen Teilnehmer China, Burma

Die EU-Staats- und Regierungschefs empfangen heute und morgen in Helsinki ihre Kollegen aus dem Staatenbund ASEAN sowie China, Japan und Sükorea. Zum zehnjährigen Bestehen des "Asia-Europe Meeting" (ASEM) sollen bei dem Gipfel vor allem Herausforderungen der Globalisierung wie weltweite Sicherheitsbedrohungen und der Wandel im Welthandel angesprochen werden. Am späten Abend wird Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) in Helsinki eintreffen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) führt am Montag in eine Debatte über Energie und Klimaschutz ein. Am Rande des Gipfels findet eine Reihe weiterer Veranstaltungen statt, so Treffen europäischer und asiatischer Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Wirtschaftsvertreter.

Gewaltsame Proteste gegen China und Burma
In Vorfeld haben rund 200 Demonstranten gewaltsam gegen die Teilnahme von China und Burma protestiert. Nach Angaben der Polizei wurden rund ein Dutzend Demonstranten festgenommen, nachdem sie im Zentrum der finnischen Hauptstadt mit Bierdosen geworfen und Polizeisperren durchbrochen hätten. Menchenrechtsgruppen hatten unter anderm die Einladung an Burma wegen der dort registrierten Menschenrechtsverletzungen kritisiert.

An dem ab Sonntag beginnenden zweitägigen Gipfel nehmen die 25 EU-Staaten und 13 asiatische Länder teil. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und Südkoreans Präsident Roh Moo-Hyun führten bereits am Samstag erste Gespräche mit der finnischen EU-Ratspräsidentschaft und der EU-Kommission.
(apa/red)

10.9.2006 09:26