"Tiefe Sehnsucht in Jugend": Stoiber tritt für Wiedereinführung des Schulgebets ein
- Bayern: CSU-Chef will aber nichts vorschreiben
- Forderung wiederholt: Gottes Bezug in EU-Verfassung
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) will das Morgengebet an den bayerischen Schulen stärken. "Ich möchte da nichts vorschreiben. Aber es wäre gut, wenn es in den ersten fünf Minuten ein Gebet oder einen Gedanken für den Tag geben würde", sagte Stoiber der "Bild"-Zeitung. In der Jugend gebe es eine tiefe Sehnsucht nach Orientierung und Werten. Er würde es deshalb begrüßen, wenn Lehrer und Schüler die Anregung aufgriffen.
Zu dem bevorstehenden Papst-Besuch in Bayern sagte Stoiber, Benedikt XVI. habe die Menschen in Deutschland wieder für die Bedeutung des Glaubens gewonnen. "Dass es nach über 500 Jahren wieder einen deutschen Papst gibt, hat bei vielen Menschen in Deutschland die Grundstimmung verstärkt: Kraft und Glück für das eigene Leben liegen in Werten, die es nicht zu kaufen gibt." Erneut sprach sich Stoiber dafür aus, den Bezug auf Gott in die Europäische Verfassung aufzunehmen. (apa/red)
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