'Al Kaida will totalitären islamischen Staat':
Bush vergleicht Bin Laden mit Hitler & Lenin
- Pate habe Irak zur Hauptstadt des Kalifats erklärt
- Langer Krieg gegen Terror: 'Sind noch nicht sicher'
US-Präsident George W. Bush hat in einer Rede zur weltweiten Sicherheitslage den radikalen Moslem-Führer Osama bin Laden mit Hitler und Lenin verglichen. Bin Ladens Al Kaida wolle einen "geeinten totalitären islamischen Staat errichten, der der freien Welt die Stirn bieten und sie schließlich vernichten kann", sagte Bush vor einer Offiziers-Vereinigung. Bin Laden habe den Irak "zur Hauptstadt des Kalifats erklärt", erklärte er weiter. Bush zitierte in seiner Rede mehrfach Bin Laden. "Wir wissen, was die Terroristen tun wollen, denn sie haben es uns gesagt", sagte Bush. "Und wir müssen ihre Worte ernst nehmen."
Der demokratische Senator John Kerry, der 2004 die Präsidentenwahl gegen Bush verloren hatte, kritisierte die Rede scharf. Wenn Bush Bin Laden 2001 getötet hätte, "müsste er heute nicht die Worte dieses Barbaren zitieren", sagte Kerry. Er warf Bush Versagen vor. "Afghanistan gleitet wieder ins Chaos zurück, Pakistan ist ein Umsturz davon entfernt, ein radikaler Moslem-Staat mit Atomwaffen zu werden, der Iran ist einem atomaren Arsenal näher gekommen und der Irak ist zu einem Rekrutierungsposten für den Terrorismus geworden."
Zuvor hatte die US-Regierung in einem Bericht erklärt, die Al Kaida stelle immer noch eine Gefahr für die USA dar. Auch wenn die Organisation nach dem Tod vieler ihrer Anführer sichtlich geschwächt sei, bedrohe sie doch weiterhin die nationale Sicherheit. Die USA seien zwar heute sicherer als vor fünf Jahren, "aber wir sind noch nicht sicher", heißt es darin weiter. Der Krieg gegen den Terror werde noch lange dauern.
(apa)
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