Dienstag, 5. September 2006

Schimme Erinnerungen an 'Schuhbomber' Terroralarm wegen Joggingschuhen in Paris

  • Somali hatte Metallplatte und Drähte in Schuhen

Auf einem Flug von Europa nach Afrika hat ein Reisender mit seinen leuchtenden Joggingschuhen Terroralarm ausgelöst. Die Pariser Flughäfen bestätigten einen Medienbericht, wonach am Hauptstadt-Airport Roissy-Charles de Gaulle alle 140 Passagiere eines Linienfluges nach Dschibuti einschließlich ihres Gepäcks ausgiebig gefilzt wurden. Die Behörden sperrten zudem drei Abfertigungs-Terninals.

Der Alarm war ausgelöst worden, nachdem Sicherheitskräfte auf dem Flughafen London-Gatwick einen Somalier mit einer Metallplatte und drei Stromkabeln in einem Schuh verhaftet hatten. Sein Flug mit Daallo Airlines von London nach Dschibuti sollte in Paris eine Zwischenlandung absolvieren.

Schlimme Erinnerungen an "Schuhbomber" Richard Reid
Sicherheits-Mitarbeiter an den Flughäfen werfen ein besonderes Augenmerk auf das Schuhwerk von Reisenden, seit der britische "Schuhbomber" Richard Reid am 22. Dezember 2001 vergeblich versuchte, mit einen in einem Schuh verborgenen Sprengsatz eine Linienmaschine von Paris nach Miami zu sprengen. Zudem sind vor allem die Flughäfen in Großbritannien in Alarmbereitschaft, seit dort im vergangenen Monat eine Verschwörung zur Sprengung von Passagierflugzeugen auf der Transatlantikstrecke in die USA entdeckt wurde. Die nun entdeckten Laufschuhe des Somaliers mit Leuchtvorrichtung sind nach Angaben der Pariser Flughafenbetreiber im Handel frei erhältlich. Die Passagiere Richtung Dschibuti konnten Roissy erst mit 20 Stunden Verspätung verlassen.
(apa/red)

5.9.2006 15:02