700 Taliban in Südafghanistan eingekesselt:
NATO-Truppen führen weiter heftige Kämpfe
- Am Samstag sollen 200 Taliban getötet worden sein
·NATO-Offensive: 200 Taliban-Rebellen tot
Großoffensive in Region Pandschawaya gestartet
·Afghanistan: NATO- Flugzeug abgestürzt
14 britische Soldaten kommen bei Unglück um
NATO-Truppen haben bei ihrer jüngsten Offensive in Südafghanistan nach eigenen Angaben etwa 700 Taliban- Kämpfer eingekesselt. Die Artillerie- und Luftangriffe dauerten weiter an, sagte ein NATO-Sprecher in Kandahar. Die am Samstag begonnenen Kämpfe gehören zu den heftigsten seit dem Sturz des Taliban-Regimes vor fünf Jahren.
Die Rebellen befinden sich nach Angaben von Major Scott Lundy in einem mehrere hundert Quadratkilometer großen Gebiet in den Bezirken Pandschwayi und Schari. Einige von ihnen hätten sich in befestigten Stellungen verschanzt, andere seien in offenem Gelände unterwegs. Der NATO-Sprecher sprach von einem "komplexen Schlachtfeld". "Wir haben die Taliban in eine Art Falle gelockt", bestätigte NATO-Sprecher Quentin Innes.
Die NATO-Truppen hatten ihre "Operation Medusa" am Samstag eingeleitet. Dabei kamen nach Militärangaben mehr als 200 Rebellen ums Leben, was der Taliban-Kommandeur Mullah Dadullah als falsch zurückwies. Auf Seiten der ausländischen Truppen kamen fünf kanadische Soldaten ums Leben.
Am Mittwoch wird der pakistanische Präsident Musharraf in Kabul erwartet. Die afghanische Regierung erhoffe sich von den Gesprächen mit Musharraf "einen positiven Schritt für die Beziehungen zwischen beiden Ländern und für die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus", verlautete aus dem Kabuler Außenministerium. Die pakistanische Grenzregion gilt als zentrales Rückzugsgebiet der Taliban-Kämpfer. (apa)
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