Dienstag, 5. September 2006

Wien oder Straßburg: Hans-Peter Martin will sich vor Wahl auf nichts festlegen!

  • EU-Mandatar will erst Wahl-Ergebnis abwarten

Hans-Peter Martin lässt offen, ob er persönlich ein Mandat im Parlament in Wien übernimmt oder Europaabgeordneter in Straßburg bleibt, falls seine Liste den Einzug in den Nationalrat schafft. "Das hängt vom Wahlergebnis ab", bestätigte er. Allerdings werde es nicht nur davon abhängen, wie knapp das Ergebnis ausfällt.

Konkret wolle er seine Entscheidung davon abhängig machen, von wo aus er die österreichische Politik "besser in die Zange nehmen" könne. Unter anderem müsse erst klar sein, wie viele Gruppierungen dem nächsten Nationalrat angehören. Je nach den von ihm erwarteten Einflussmöglichkeiten werde er "formal dem Nationalrat oder dem Europaparlament angehören". Er werde nur "einen staatlich bezahlten Job" übernehmen, und daher nicht in beiden Häusern Abgeordneter sein. Jedenfalls aber wolle er einen künftigen Parlamentsklub seiner Liste leiten.

So oder so werde es "mehr Martin" in der österreichischen Politik geben, wenn seine Liste den Einzug ins Parlament schaffe. Denn dann würden mindestens fünf Mitglieder seiner Liste, die er selber ausgewählt habe und denen er vertraue, Politik im Sinne Martins machen. (APA/red)

5.9.2006 14:39