Tod eines Soldaten in Donau: Polizei nimmt Ermittlungen gegen Heeres-Ausbildner vor
- Verteidigungsministerium: Noch keine Anzeige
Nach dem Tod eines 22-jährigen Bundesheersoldaten bei einer nächtlichen Schwimmübung auf der Donau in der Wachau im August sind polizeiliche Ermittlungen im Gang, bestätigte das Verteidigungsministerium am Samstag. Das Ergebnis werde dann dem zuständigen Gericht Krems übermittelt. Die drei mit der Übung betrauten Heeresausbildner seien bis dato nicht angezeigt worden, stellte das Verteidigungsministerium klar.
Laut dem ORF-NÖ prüft die Staatsanwaltschaft Krems, ob die Übung im August bei erhöhtem Pegel kurz nach einem Hochwasser überhaupt durchgeführt hätte werden dürfen. Möglicherweise habe die starke Strömung zum Tod des Elite-Soldaten geführt. Der Angehörige des Jagdkommandos Wiener Neustadt sei bei der nächtlichen Übung unter eine Schiffsanlegestelle gezogen worden und ertrunken. In den folgenden Tagen suchten rund 550 Soldaten nach dem Salzburger. Seine Leiche wurde bei Rossatz gefunden.
Seitens des Militärkommandos Wiener Neustadt hieß es dem Bericht zufolge, man werde die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten. Heeresintern sei eine Untersuchungskommission eingerichtet worden, die klären soll, ob die Übung allen Vorschriften entsprochen habe. Die drei Übungsleiter des Jagdkommandos Wiener Neustadt seien weiterhin im Dienst.
(apa/red)
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