Verdächtiges Produkt am Wr. Naschmarkt:
Laut Greenpeace wurde Gen-Reis verkauft!
- Paket an Gesundheitsministerium übergeben
- Überprüfung in den nächsten Tagen
Die Umweltorganisation Greenpeace hat nach eigenen Angaben gentechnisch veränderten Reis in einem Asia-Shop am Wiener Naschmarkt gefunden. Das verdächtige Produkt wurde am Mittwoch dem Gesundheitsministerium übergeben. Die Umweltorganisation spricht von möglichen Gesundheitsschäden und rät vom Konsum von Reis aus China ab. Für das Gesundheitsministerium ist der Reis "in keiner Weise gesundheitsgefährdend".
Laut Greenpeace wurde bei der Produktion in China nicht veränderter Reis mit Gen-Reis vermischt. Dieser soll ein Eiweiß enthalten, dass bei Tests allergische Reaktionen an Mäusen hervorgerufen habe. Greenpeace stützt sich dabei auf die erst kürzlich aufgetauchten Testergebnisse über chinesische Reisnudeln in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums versicherte gegenüber der APA "gezieltes Vorgehen" auf der Suche nach gentechnisch verändertem Reis, der "bei Hinweisen aus dem Verkehr gezogen wird". Das von Greenpeace übergebene Paket Reis sei laut dem Sprecher "zu wenig aussagekräftig", eine Studienreihe soll "in den nächsten Tagen" Klarheit bringen.
Seit einer Woche überprüft das Gesundheitsministerium nach Weisung aus Brüssel Reisprodukte in österreichischen Geschäften. Im August hatte die Kommission strikte Gentechnikkontrollen für Einfuhren von Langkornreis aus den USA verhängt, Grund dafür war die Verunreinigung der Sorte "LL Rice 601" von Bayer. Die Ergebnisse der Kontrollen sollen am 11. September einem EU-Expertenausschuss in Brüssel vorgelegt werden. (apa/red)
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