Jüngster Täter erst 9 Jahre alt: 38-köpfige Jugendbande in Tirol von Polizei gefasst
- Aus Langeweile Ladendiebstähle verübt und demoliert
Einer insgesamt 38-köpfigen Kinder- und Jugendbande ist die Tiroler Polizei auf die Schliche gekommen. Die Tatverdächtigen sollen in den vergangenen vier Jahren in Telfs im Bezirk Innsbruck-Land zahlreiche Eigentumsdelikte begangen haben, gab die Polizei bekannt.
Auf die Spur der jungen Täter waren die Beamten im Zuge der Ermittlungen zu einem Ladendiebstahl am 21. Juni diesen Jahres gekommen. Ein Zwölfjähriger wurde auf frischer Tat ertappt. Bei der Befragung gab er an, schon seit längerer Zeit Ladendiebstähle begangen zu haben und dazu auch immer wieder von seinem 17-jährigen Freund angestiftet worden zu sein.
Im Laufe der weiteren Erhebungen wurden noch 37 mutmaßliche Täter im Alter zwischen neun und 20 Jahren ausgeforscht. Sie sollen teils alleine oder in verschieden zusammengestellten Gruppen drei bis vier Mal pro Woche Ladendiebstähle in unterschiedlichen Geschäften verübt haben. Außerdem stehen sie in Verdacht, Autos zerkratzt, Verkehrsschilder und Straßenlaternen beschädigt, Klettergerüste am Kinderspielplatz demoliert, in unversperrt abgestellte Pkw uriniert oder Fensterscheiben eingeschlagen zu haben.
Einige der Tatverdächtigen legten umfangreiche Geständnisse ab. Als Motiv gaben sie Langeweile an. Die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt. Die Bande wurde wegen Einbruchsdiebstahles, gewerbsmäßigen Ladendiebstahles, Anstiftung zum Diebstahl und zur dauernden Sachentziehung sowie zur mehrfachen Sachbeschädigung angezeigt. (APA/red)
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