Dienstag, 5. September 2006

Von Zug und Auto überrollt: Zwei Tote bei zwei schweren Unfällen in der Steiermark

  • Betrunkener Pensionist zwischen Bahnsteig und Gleis
  • 43-Jähriger lag im Bezirk Judenburg auf der Straße

Jeweils einen Toten forderten ein Bahn- und ein Autounfall in der Steiermark, wobei die Opfer jeweils überrollt wurden. Bei dem Unfall an der Südbahn nördlich von Graz hatte sich ein alkoholisierter Senior einen tödlichen Ruheplatz zwischen Bahnsteig und Gleis ausgesucht, im Bezirk Judenburg wurde ein auf der Straße liegender Mann überrollt - möglicherweise von mehreren Fahrzeugen.

Ein neben dem Bahngleis schlafender Mann ist kurz nach Mitternacht im Bahnhof Peggau nördlich von Graz von einem Güterzug überrollt worden. Wie die Nachforschungen laut Polizei ergaben, hatte sich der alkoholisierte 70-Jährige zwischen Bahnsteigkante und Bahngleis niedergelegt und war eingeschlafen. Der Pensionist wurde vom so genannten Bahnräumer der aus Richtung Bruck/Mur kommenden Lok eines Güterzuges erfasst und tödlich verletzt.

Möglicherweise von mehreren Autos ist ein 43-jähriger Mann aus Obdach (Bezirk Judenburg) überrollt und tödlich verletzt worden. Ein Zeitungsausträger erstattete Dienstag früh gegen 2.30 Uhr bei der Polizei Anzeige, dass er mit seinem Pkw auf der B77 nahe Weißkirchen einen auf der Straße liegenden Menschen überfahren habe. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Von der Staatsanwaltschaft Leoben wurden die Leiche und das Fahrzeug vorläufig beschlagnahmt. Die Ermittlungen über den genauen Unfallhergang waren Dienstagvormittag noch nicht angeschlossen. Geklärt werden soll, ob das Unfallopfer schon zuvor durch ein anderes Kfz niedergestoßen bzw. überrollt worden ist.

Pkw-Kollision mit Zug nahe Retz endete tödlich
Ein Todesopfer hat eine Pkw-Kollision mit einem Personenzug im Bezirk Hollabrunn gefordert. Wie die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG mitteilte, ereignete sich der Unfall nahe Unternalb bei Retz auf einem mit Signalanlage gesicherten Bahnübergang eines Feldweges.

Der Notarzthubschrauber Christophorus 2 wurde angefordert, die etwa 60-jährige Autofahrerin war aber nicht mehr zu retten. Laut ÖAMTC wurde der Wagen 200 Meter weit mitgeschleift.

Der Zugführer stand unter Schock, weshalb das Rote Kreuz ein Kriseninterventionsteam zu seiner Betreuung entsandte. Sonst wurde niemand verletzt. (apa)

5.9.2006 09:55