"Rah, das nuff nang!" - das neue Englisch:
Sprach-Kurse für Londoner Gangsta-Jargon
- Wörter bekommen plötzlich eine neue Bedeutung
- Für alle London-Reisenden, die vorbereitet sein wollen

"Bitch" ist keine Prostituierte und "sick" bedeutet auf einmal "gut"? Auf Grund von diversen Verständigungsproblemen hat der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone für "verständnislose" Besucher der britischen Metropole Sprach-Crash-Kurse einrichten lassen.
Eine "bitch" ist keine Prostituierte, sondern die feste Freundin eines Londoners - jedenfalls wenn er Gangsta-Jargon spricht. "Sick" bedeutet im Slang nicht "krank", wie London-Besucher noch in der Schule gelernt haben mögen. Tatsächlich steht "sick" im Gangsta-Kauderwelsch für "gut". Dies und vieles mehr kann man in einem der Sprach-Crash-Kurse erlernen.
Lektion eins
Zum Grundvokabelschatz, der dabei vermittelt wird, gehört nach Angaben der Zeitung "Sun" vom Donnerstag auch das Wort "ends". Gemeint ist nicht der Abschluss der Reise oder gar das Ende der Fahnenstange eines Union Jack. Im Gangsta-Fall steht "ends" für die Gegend, aus der man kommt, zum Beispiel in der Frage "What ends you from?"
Lektion zwei
Fortgeschrittene könnten sich Sätze einprägen, deren linguistische Herkunft selbst Sprachlehrer kaum noch erklären können. Beispiel: "Rah, das nuff nang!", was übersetzt wird mit "Wow, that's really good!" ("Das ist wirklich gut!").
Jafaican = Jamaika + Indien + Westafrika
Der spezielle Londoner Gangsta-Slang, der laut "Sun" längst die guten alten Cockney-Reime verdrängt hat, wird auch "Jafaican" genannt. Dabei wird Englisch mit Sprachelementen aus Jamaika, Indien und Westafrika vermischt. Insgesamt werden in der Acht-Millionen- Metropole mehr als 200 verschiedene Sprachen gesprochen.
(APA/red)
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