Montag, 4. September 2006

Neue NEWS-Serie: Wie alt sind Sie wirklich?
Die wichtigsten Säulen des Anti-Agings

  • PLUS: Test: Ermitteln Sie Ihr biologisches Alter!
  • NEWS gibt Ihnen jetzt Tipps für ein längeres Leben!

Der Traum von der ewigen Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch leben heißt nach wie vor auch altern. Gegen den Alterungsprozess an sich ist noch kein Kraut gewachsen. Aber es existiert auch kein Grund zur Verzweiflung: Denn noch nie gab es so viele Erkenntnisse darüber, wie man den Alterungsprozess verzögern kann. Und die Methoden der modernen Anti-Aging-Medizin sind ebenso simpel wie effektiv: Ernährung, Bewegung und die seelische Balance sind die wichtigsten Säulen. Vor allem mit der Ernährung lässt sich einiges steuern - nämlich sowohl positiv als auch negativ. Die Wahl der Lebensmittel ist entscheidend dafür, ob man aktiv bis ins hohe Alter bleibt. Wer sich hingegen auf den Pakt mit dem Teufel einlässt, sprich: mit Zucker und schlechtem Fett, kann den Alterungsprozess beschleunigen.

Für Anti-Aging ist es nie zu spät. Zu einem der größten Feinde eines langen, vitalen Lebens hat die Anti-Aging-Medizin die so genannten freien Radikale erklärt. Sie entstehen bei den Stoffwechselvorgängen im Körper. Der Name freie Radikale kommt nicht von ungefähr, denn sie sind äußerst aggressive Sauerstoffverbindungen, die unsere Zellmembranen und sogar die Zellkerne schädigen können. "Der Körper verfügt über sehr effektive Mechanismen, die solche Radikale unschädlich machen. Trotzdem können wir den Organismus mit freien Radikalen etwa durch Sonnenbad, Stress oder Rauchen überfordern.

Unser Feind: Stress!
Aber es existiert auch noch ein weiterer Feind, nämlich der inflammatorische Stress im Körper. Damit sind Entzündungsherde gemeint, die man vielleicht gar nicht merkt, aber langfristig Arterienverkalkung und in der Folge Zivilisationserkrankungen auslösen können", erklärt Anti-Aging-Experte Markus Metka. Die großen drei Kämpfer gegen die freien Radikale sind die bekannten Vitamine A, C und E und seit neuestem die sekundären Pflanzenstoffe, auch neue "Vitamine" genannt. Metka: "Die sekundären Pflanzenstoffe wie Lycopin oder Isoflavone sind im Kampf gegen den oxidativen und inflammatorischen Stress um ein Vielfaches potenter als Vitamine."

Kalorien reduzieren
Weniger essen heißt länger leben. Es gibt viele Hinweise darauf, dass kalorienarme Ernährung, die biologische Anzeichen verlangsamt, das Altern verzögert und vor Alterskrankheiten schützt. Und eine kalorienreduzierte, gesunde Ernährung reduziert generell das Risiko, an Krebs zu erkranken. Damit ist nicht eine Diät gemeint, sondern nur, dass auf dem Ernährungsplan Kalorienbomben gegen gesunde Zutaten getauscht werden sollten. Eine Kalorienreduktion bringt eine Menge Vorteile: Die Zeitspanne der weiblichen Fruchtbarkeit erhöht sich, die Blutfette, das Diabetesrisiko und der Blutzuckerspiegel werden gesenkt, die Lernfähigkeit wird erhöht. Metka: "Jedes Kilogramm Fettgewebe ist für die Hormone schlecht. Denn jede Fettzelle ist ein riesiger Apparat, der Östrogene produziert. Bei dicken Männern sinkt dadurch die Libido. Und bei Frauen bildet sich Cellulite."

Balance der Hormone
Ein intakter Hormonhaushalt bedeutet Jugend und ist eine weitere Säule der modernen Anti-Aging-Medizin. Die Folgen eines gestörten Hormonhaushalts sind gravierend: Frauen kommen früher in die Wechseljahre, die Knochen werden brüchiger und die Haut welk. Männer neigen zu Depression, statt neuer Muskeln wächst der Bauch, und die Lust auf Sex versiegt. Doch ein Ungleichgewicht der Hormone kann umgekehrt werden. Die Zutaten dafür kommen direkt aus dem Garten in Form von Phytohormonen. (Mehr dazu erfahren Sie in Teil 2.)

Sport ist nicht Mord
Bewegung gilt als einer der Jungbrunnen schlechthin. Wer regelmäßig trainiert, erhöht nicht nur seine Lebenserwartung, sondern auch die Chance, mit hoher Lebensqualität alt zu werden. Metka: "Aber nicht übertriebenes Training ist hier gemeint. Mit zu viel Sport erhöhen Sie nicht nur die Angriffe der freien Radikale im Körper, sondern nutzen auch die Gelenke ab. Das richtige Maß an Bewegung ist entscheidend."

Ausdauertraining
Der Königsweg, um einige Jahre auf dem Anti-Aging-Konto einzuzahlen, ist Ausdauersport. Die positive Wirkung von konsequentem Training ist schnell erklärt: Schon zwanzig Minuten Radfahren lässt den Wachstumshormonspiegel auf das Dreifache ansteigen, zusätzlich wird die Testosteronproduktion angekurbelt. Metka: "Die gesündeste Bewegung im Sinne der Anti-Aging-Medizin ist, fünfmal in der Woche flott zu marschieren."

Seelisch ausgeglichen sein
Wissenschaftlich ist diese Anti-Aging-Säule nur schwer belegbar. Metka: "Aber Studien an Hundertjährigen haben gezeigt, dass sie in der Lebenseinstellung eine große Gemeinsamkeit haben. Sie sind alle nicht übergewichtig, und sie haben die Fähigkeit der positiven Stressbewältigung." Sprich: Diese Hundertjährigen sind bestimmt keine Choleriker.

Umwelteinflüsse entscheidend
Das gesamte Umfeld, in dem ein Mensch lebt, hat Auswirkungen auf sein Wohlbefinden und seine Gesundheit. Harmonische äußere Lebensbedingungen und ein gesunder Lifestyle sind wichtige Voraussetzungen, um gesund alt zu werden. (NEWS Nr. 35/2006)

4.9.2006 16:47