Donnerstag, 31. August 2006

Fett-Test: Spinatstrudel, Tunfischweckerl und Co. schlagen Burger und Wiener Kebab

  • Klassische Fast-Food-Produkte besser als ihr Ruf
  • 'Gesunde' Bäckerei-Alternativen oft wahre Fettfallen

Wiener Kebab und Burger schneiden im jüngsten Fett-Test der Arbeiterkammer (AK) besser ab als vermeintlich gesunde Tunfischweckerl und Spinatstrudel aus der Bäckerei. Dennoch sind von den getesteten 16 Produkten 13 wegen zu viel Fetts durchgefallen. "Bei Fast-Food aus der Bäckerei sollte man aufpassen. Die klingen gesünder als sie sind", warnte folgerichtig AK-Expertin Petra Lehner.

Als schlechtestes Produkt im Test schnitt ein Spinatstrudel aus einer Bäckerei ab, der wegen seines hohen Gehalts an Transfetten in Dänemark, dem einzigen europäischen Land mit einer gesetzlichen Obergrenze für Transfette, gar nicht verkauft werden dürfte. Im Auftrag der AK Wien wurden in der zweiten Augustwoche in Wien und der Shopping City Süd (SCS) 16 Produkte eingekauft und auf Fettgehalt, Fettsäuremuster und Transfettsäuregehalt analysiert.

Lediglich drei Produkte klassifizierten die Tester als in Ordnung oder zumindest eingeschränkt empfehlenswert: ein Fischbaguette, eine Pizzaschnitte und einen Rindfleischburger. Zwar sei bei den meisten Fast-Food-Produkten der relative Fettgehalt, also der Fettanteil pro 100 Gramm, nicht dramatisch. Man müsse aber die gesamte Portion analysieren, da ja niemand nur 100 Gramm davon esse, betonte Lehner. Ihre Bilanz: "Hin und wieder Fast-Food ist ja o.k. - es sollte halt nicht fix zum Tagesmenüplan gehören." (APA/red)

31.8.2006 10:50