Todes-Falle Freizeit: Über 600.000 Unfälle passieren jedes Jahr beim Sport & zu Hause!
- Kuratorium für Verkehrssicherheit: Mehr Prävention!
- Besonders Senioren verunglücken immer häufiger
Rund 837.000 Österreicher verunfallten im Jahr 2005, 73 Prozent (604.700) der Unfälle passierten in den Bereichen Heim, Freizeit und Sport. Diese Zahlen präsentierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Donnerstag. Das Kuratorium forderte Maßnahmen gegen den drastischen Anstieg der Unfallzahlen.
Im Zeitraum der vergangenen fünf Jahren gab es laut dem KfV einen Anstieg der tödlichen Unfälle im Freizeitbereich um rund 20 Prozent. Bei den Senioren seien es sogar 33 Prozent. "Diese Entwicklung ist alarmierend und zeigt, dass wirkungsvolle Gegenmaßnahmen nötig sind. In der Verkehrssicherheit haben wir mit dem Verkehrssicherheitsprogramm und durch Maßnahmen wie dem Vormerksystem und der Einführung des Mehrphasenführerscheins bemerkenswerte Verbesserungen erreichen können. Es ist höchste Zeit, dass dies auch im Bereich Heim, Freizeit und Sport passiert", erklärte Othmar Thann, Direktor des KfV.
Auf Grund der Entwicklung bei den tödlichen Unfällen der Senioren forderte das KfV auch eine bessere Unfallprävention für ältere Menschen. Neben Aufklärung zum Thema Unfallverhütung bei Sozialdiensten und Ärzten und einem barrierefreien Gehwegnetz im gesamten Bundesgebiet, wurde auch "barrierefreies Bauen für alle" gefordert.
Die hohe Unfallrate im Freizeitbereich veranlasste das KfV dazu, erneut an Politiker zu appellieren, das Thema Unfallprävention müsse einen vorrangigen Stellenwert in diesem Sektor haben. "Uns muss klar sein, dass Sicherheit ein zentrales Bedürfnis der Menschen und eine zentrale Aufgabe des Staates ist - das gilt auch für die Sicherheit vor Unfallverletzungen, ein Thema das bisher viel zu wenig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist", sagte Rupert Kisser vom KfV. (APA)
