Geringer TV-Konsum in Digital-Haushalten:
Gezieltere Auswahl dank neuer Technologien
- Digitalisierung bewirkt Abwanderung von Zuschauern
- Internet und eGuides drängen "Zapping" ins Abseits
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Bis 2010 werden 2,5 Millionen User erwartet
Die Digitalisierung des Fernsehens geht einer Studie zufolge mit einer deutlichen Abwanderung der Zuschauer einher. Statt durchschnittlich 230 Minuten pro Tag werde in Digital-Haushalten nur noch 130 Minuten ferngesehen, berichtete das Konsortium "TV2010". Auch mobiles Fernsehen sei kaum gefragt, wie das Nachrichtenportal golem.de berichtete.
Wer es gewohnt sei, über Internet, DVD-Player oder Spielkonsole stets auf Unterhaltungsangebote oder Informationen zuzugreifen, weigere sich, die starren Programmschemata der TV-Sender zu akzeptieren, hieß es zur Begründung.
Das Ende des "Zapping"?
Je mehr Sender zur Verfügung stünden, um so gezielter werde das individuelle Programm geplant. Die großen Verlierer seien die Rundfunkanbieter und die Werbeindustrie. "Mit der Digitalisierung hat sich bislang vor allem die Breite des Angebots erhöht", sagte Helmut Hauptmeier von der Fortbildungsakademie Medien der Universität Siegen. "Aber bei mehreren hundert Kanälen ist Zapping kein adäquates Mittel, um der Bilderflut zu begegnen." Die Zuschauer digitaler Angebote seien darauf angewiesen, sich einen eigenen Zugang zum Programm etwa über das Internet oder elektronische Programmführer zu verschaffen.
Nicht alle Möglichkeiten erschöpft
Dass digitale Informations- respektive Unterhaltungsangebote aber noch nicht an ihre Grenzen gestoßen seien, stellt die Studie ebenfalls fest. So könnten sich gleich 80 Prozent der Befragten vorstellen, für Fernsehen nach Wahl Abo-Gebühren zu bezahlen. Dies gilt aber nicht für mobiles Fernsehen: In diesem Zusammenhang sind über 50 Prozent der Studienteilnehmer der Meinung, dass das Angebot seitens Hersteller und Provider deutlich zu teuer wäre, berichtete das Nachrichtenportal golem.de.
(red)
Webtipp:
www.sceneo.tv
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