Mittwoch, 30. August 2006

Österreichs Jungmillionäre - Erfolgreich in den Fußstapfen der Eltern

  • Wie die Generation der Erben jetzt ihre ersten Millionen macht.

Die Generation der Erben übernimmt in Österreich das Ruder. In den mächtigsten und reichsten Familien des Landes machen die wilden Sprosse von sich reden. Mit teilweise spektakulären Deals mehren inzwischen die jungen Swarovskis, Porsches, Mayr-Melnhofs, Breiteneders und Pappas das üppige Familiensilber. Den Vogel freilich dürfte Karl Philipp Wlaschek, 31, abgeschossen haben.

Der Sohn des legendären Billa-Gründers Karl, 89, hat nun mit seinem ersten Immobilien-Megadeal rund 20 Millionen Euro verdient. Eines der größten Vermögen des Landes, das inzwischen auf bis zu 3,5 Milliarden Euro geschätzt wird, sollte somit in guten Händen sein.

Der erste Millionengewinn des jungen Wlaschek. Bereits vor zwei Jahren hat „Karl der Große“ die Weichen für seinen Sohn als Nachfolger gestellt. Karl Philipp wurde Anfang 2004 als Aufsichtsrat der Wlaschek-Firmen, die insgesamt rund 300 der besten Immobilien Österreichs besitzen, installiert. Die Karl Wlaschek Privatstiftung investierte den Löwenanteil jener 1,5 Milliarden Euro, die Karl Wlaschek vor zehn Jahren mit dem Verkauf seines Billa-Handelsimperiums erlöste.
Daneben gibt es noch die Ermione Privatstiftung, die rund 180 Millionen Euro schwer sein soll. Die ist seit Anfang 2004 das geschäftliche Betätigungsfeld von Karl Philipp Wlaschek. Als ersten großen Deal übernahm er im Frühjahr 2004 um rund 140 Millionen Euro die Immobiliengesellschaft Citec mit 67 Zinshäusern in bester Lage. In der Branche wurde oft geunkt, dass dieses Immobilienpaket zu teuer von dem noch unerfahrenen Wlaschek junior gekauft worden sei. Umso mehr staunt die Immobilienszene heute: Vor kurzem verkaufte Wlaschek das gesamte Paket um rund 160 Millionen Euro an eine Investorengruppe um den früheren Boss des Mayr-Melnhof-Konzerns Michael Gröller. „Das gesamte Immobilienpaket wurde verkauft“, bestätigte der medienscheue Milliardenerbe gegenüber NEWS. Unterm Strich hat der talentierte Spross des Billa-Gründers somit gut 20 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Als Unternehmer ersten Ranges etabliert. Für den ersten großen Deal ist das eine ganz stattliche Bilanz innerhalb von nur zwei Jahren. Weit wichtiger ist aber, dass sich Karl Philipp Wlaschek damit als Unternehmer ersten Ranges in Österreich etabliert hat. „Er ist ein tüchtiger Geschäftsmann mit Handschlagqualität und ganz klar in seinen Entscheidungen“, schwärmt Gröller über seinen Geschäftspartner. Besonders hält der etablierte Topmanager Wlaschek zugute, dass er „einen Stab an erstklassigen Mitarbeitern“ um sich aufgebaut hat. „Das unternehmerische Geschick des Vaters hat er offenbar im Blut“, ist Gröller davon überzeugt, dass Wlaschek seinen Weg machen wird.

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30.8.2006 17:08