4,57 Millionen Euro Schulden: PC-Händler Birg drohen Filialschließungen - Konkurs!
- Abfertigungen der Mitarbeiter noch nicht enthalten
- 30 prozentiger Umsatzeinbruch Schuld an Misere
Über den Wiener Computerhändler Manfred Birg (Birg Computer HandelsgmbH ) ist laut KSV der Konkurs eröffnet worden. Einige Filialen sollen geschlossen werden, welche steht derzeit noch nicht fest.
Der Computer- und Computerersatzteil-Händler, der neun Filialen unterhält, darunter in der Wiener Lugner City, im SCS Multiplex und in der Shopping City Nord, hat laut "Wirtschaftsblatt" 4,57 Millionen Euro Schulden angehäuft, die Beendigungsansprüche (Abfertigungen) der 88 Mitarbeiter sind dabei noch nicht eingerechnet. Die größte Brocken der Schulden entfalle auf einen Großlieferanten, 416.000 Euro auf die Hausbank BA-CA.
Als Pleite-Ursache führt Birg einen Umsatzeinbruch in Höhe von 30 Prozent an. Laut Bilanz 2004 wurden 23,34 Millionen Euro umgesetzt und 6,22 Millionen Euro Bilanzverlust ausgewiesen. "Bei den Aktiva ist nicht viel da, die Ware ist nahezu ausschließlich Kommissionsware", so Günther Hödl, Anwalt der Computerfirma, zum "Wirtschaftsblatt". Manfred Birg plant einen Zwangsausgleich, der Betrieb soll vorerst eingeschränkt fortgeführt werden.
Birg hatte in den ersten Jahren einen sehr guten Ruf bei Kunden, die dank eines guten Basiswissens Computer selbst zusammenstellen konnten bzw. nicht auf vorinstallierte Software angewiesen waren. Allerdings hatte es zuletzt massive Kritik am Kundenservice und der Qualität der Ware gegeben. (apa/red)
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