Bildung ist eine Frage des Einkommens: Schule kommt Eltern immer teurer zu stehen
- Rund 3.600 Euro jährlich für Bildung der Kinder
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AK sucht nach Ausweg
Bildung von Kindern und Jugendlichen wird laut der Arbeiterkammer immer mehr zu einer Frage des Einkommens der Eltern. Laut einer aktuellen Berechnung belasten die Kosten für Schule und Universität bei einer Familie mit drei Kindern deren Budget mit knapp 3.600 Euro jährlich. Ein Hauptkritikpunkt ist dabei für AK-Bildungsexperte Kremzar die seit 1999 nicht erhöhte Schülerbeihilfe.
Die AK hat die Belastungen durch Schule und Universität stellvertretend für zwei Familien gerechnet. Im ersten Fall sind beide Elternteile berufstätig und Mittelverdiener (Brutto- Jahreseinkommen rund 60.400 Euro). Die drei Kinder - ein Taferlklassler, ein HTL-Schüler der 2. Klasse und ein Student - belasten das Familienbudget durch die Bildung für den Nachwuchs laut AK mit 3.633,4 Euro.
Als zweite Modellfamilie betrachteten die AK-Experten ein Elternpaar im unteren Einkommensviertel (Brutto-Jahreseinkommen rund 32.500 Euro), das für zwei Kinder einmal Schülerbeihilfe bezieht, einmal - mangels Notendurchschnitt - nicht. Für ein Kind in der 6. Klasse AHS und eines in der 3. Klasse einer technischen Fachschule belaufen sich die jährlichen Kosten auf 4.462, die Einnahmen 2.181,6.
Die Beispiele erklären laut AK, warum Bildung immer stärker vom Einkommen der Eltern abhängt. So nehmen die Anteile von Kindern aus einkommensschwachen Familien von der Volksschule über Gymnasium und Uni immer mehr ab.
Besonders drastisch ist die Situation in Familien, bei denen die Eltern arbeitslos sind. Hier beträgt der Anteil der Kinder, die über das Pflichtschulniveau nicht hinauskommen 19 Prozent. Ansonsten liegt dieser Anteil bei sieben Prozent. Die AK fordert daher eine sofortige Anhebung der seit 1999 eingefrorenen und damit de facto gesunkenen Schülerbeihilfe, sagte Kremzar.
SPÖ kündigt Beihilfen-Erhöhung an
Eine Erhöhung der Schülerbeihilfen "nach der Wahl" kündigte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser an. Die Berechnung der AK belege schwarz auf weiß, dass Bildung immer teurer werde und Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien Bildungschancen verwehrt würden. (apa/red)
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