Viel Schutz für wenig Geld: Günstigste Angebote bei Ablebensversicherungen!
- Prämien kosten oft weniger als Essen für eine Familie
- FORMAT-Tipps: So entgeht man Erbschaftssteuerfalle
Reine Ablebensversicherungen kosten oft weniger als ein Abendessen für die ganze Familie. Allerdings gibt es erstaunliche Preisunterschiede. FORMAT erhob die günstigsten Angebote und beschreibt, wie man der Erbschaftsteuerfalle entgehen kann.
So schön kann das Leben sein. Sommerurlaub am Meer. Die ganze Familie liegt entspannt am Boot. Jeder hängt seinen Träumen nach - vom nächsten Auto, vom gemeinsamen Haus, von einer sicheren Zukunft.
Niemand denkt in dieser Situation daran, dass jede Idylle gefährdet ist. Das Risiko, dass ein Elternteil plötzlich nicht mehr leben könnte, ist zum Glück klein, aber doch vorhanden. Um so wichtiger ist es, für den Notfall wenigstens einen finanziellen Rettungsanker an Bord zu haben. Die Vorsorge durch eine Ablebensversicherung kostet im Jahr oft weniger als einmal mit der Familie gut essen gehen.
Die Preisunterschiede sind allerdings beträchtlich. So zahlt ein 30-jähriger Mann, der eine reine Ablebensversicherung mit zehnjähriger Laufzeit über 100.000 Euro abschließt, derzeit zwischen 76,88 Euro und 160,99 Euro Prämie im Jahr. Der billigste Anbieter ist die deutsche Dialog, eine Tochter der Generali, die ihre Produkte in Österreich über Makler anbietet. Allerdings gilt dieser Tarif nur für Nichtraucher - ein gleich alter Raucher müsste bereits mit 110,06 Euro rechnen. Das günstigste österreichische Institut ist die Donau mit 96,70 Euro Jahresprämie für Nichtraucher. Bestbieter für Raucher ist die Victoria-Volksbanken mit 106,28 Euro. Am meisten verlangt derzeit die Wüstenrot. Allerdings muss bei diesem Vergleich berücksichtigt werden, dass die Wüstenrot (und auch die s-Versicherung) eine Fixprämie verlangt, während die Dialog und die meisten anderen Assekuranzen mit einem variablen Sofortrabatt arbeiten. Dort kann die Nettoprämie maximal bis zur tariflichen Bruttoprämie erhöht werden, falls sich in Zukunft die Kosten für die Auszahlungen entscheidend verschlechtern. Die Dialog könnte also bei einem drastischen Anstieg der Sterblichkeit im genannten Beispiel statt 76,88 Euro bis zu 192,19 Euro einheben.
Frauen zahlen weniger
Durch ihre niedrige Sterblichkeitswahrscheinlichkeit sind die Prämien für weibliche Versicherte niedriger. So zahlt eine 30-jährige Nichtraucherin bei der Dialog nur 55,41 Euro beziehungsweise bei der Donau 67,40 Euro. Der Prämienabstand weitet sich mit zunehmendem Startalter noch aus. Wer die Risikopolizze erst im Alter von 45 Jahren unterschreibt, muss als Frau mit mindestens 242,04 Euro rechnen, bei einem gleichaltrigen Mann werden über 100 Euro mehr verlangt.
Der günstigste Anbieter ist in der Regel auch der beste. Letztlich sind die Produkte im Leistungsfall gleich. Franz Starritz, Versicherungsmakler bei Nanke & Partner: "Halbtot gibt es nicht. Es gibt bei der Auszahlung auch keine Unterschiede zwischen deutschen und österreichischen Anbietern." Differenzen kann es allerdings in der Annahmepolitik geben. Basis aller angegebenen Prämien sind gesunde Menschen ohne gravierende Vorerkrankungen und besondere Berufsrisiken. Wer zum Beispiel wegen Herzproblemen in Behandlung steht oder als Sprengmeister arbeitet, wird allenfalls zu höheren Prämien akzeptiert oder gar nicht. In Zweifelsfällen empfiehlt es sich, vor einem formellen Versicherungsantrag eine unverbindliche Anfrage zu stellen. Bei einer abschlägigen Antwort muss man dann nicht bei der nächsten Versicherung die Frage bejahen, dass man schon bei einem anderen Institut abgelehnt wurde.
Auf jeden Fall sollte man jede wichtige Vorerkrankung im Antrag angeben. Sollte die Versicherung nämlich im Leistungsfall erfahren, dass der Todesfall auf einer verschwiegenen Vorerkrankung beruht, entfällt die Auszahlung der Versicherungssumme.
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