Donnerstag, 31. August 2006

"Wer mehr verdient, soll mehr bezahlen": Hauptverband will gestaffelte Rezeptgebühr

  • Umsetzung schon in zwei bis drei Jahren möglich
  • Derzeit laufen laut Laminger erste Vorstudien

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger prüft derzeit die Einführung von gestaffelten Rezeptgebühren. Wie Hauptverbands-Vorstandsvorsitzender Erich Laminger sagt, soll die Rezeptgebühr von derzeit einheitlich 4,60 Euro künftig je nach Einkommen und Medikamentenpreis unterschiedlich hoch sein. Wer mehr verdient soll also mehr bezahlen, wer sich ein billiges Generikum verschreiben lässt weniger.

Umgesetzt werden könnte diese Änderung mit "etwas gutem Willen" in zwei bis drei Jahren, meint Laminger in den "Salzburger Nachrichten". Derzeit würden Vorstudien laufen. Begründet wird der Vorstoß mit dem anhaltenden Wachstum bei den Medikamentenkosten von 8,5 Prozent im ersten Halbjahr 2006. Laminger: "Die einheitliche Rezeptgebühr ist nicht geeignet, um die Menschen zu einem wertbewussten Handeln zu erziehen." (apa/red)

31.8.2006 22:44