Es hat sich ausgebaut: AKV stellt Konkurs-antrag gegen Firma von Lugner-Sohn
- Parallelen zu Ausgleichsversuch des Vaters 2003
Der Alpenländische Kreditorenverband hat einen Konkursantrag gegen die Ing. Lugner Bau GmbH von Lugner-Sohn Siegfried Andreas Lugner gestellt, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen einen außergerichtlichen Ausgleich versucht. Ähnlich wie schon bei Baumeister Richard Lugner, der im Oktober 2003 einen solchen Schritt versucht hatte, sehe man sich gezwungen, dieses bewährte Instrument einzusetzen, um eine Ungleichbehandlung der Gläubiger zu verhindern, heißt es in einer AKV-Presseinformation.
"Außergerichtliche Ausgleichsangebote haben offensichtlich Tradition im Hause Lugner", polemisieren die Gläubigerschützer. Das gleiche Beratungsunternehmen wie beim Fall von Baumeister Lugner, "die gleichen Schreiben, sogar annähernd die gleichen Quoten" seien nun den Gläubigern der Ing. Lugner Bau Gmbh geschickt worden. "Dies alles deutet darauf hin, das hier ein scheinbar bewährtes Schema der billigen Entschuldung auf Kosten der Lieferanten erneut versucht werden soll", so der AKV.
Der AKV hatte schon bei Baumeister Lugner per Konkursantrag den außergerichtlichen Ausgleich verhindert. Nun bleibe abzuwarten, "welche Bank diesmal medienwirksam den rettenden Engel spielen will". Baumeister Richard Lugner sei damals nur durch einen kurzfristig gewährten Kredit der Volksbanken AG der drohenden Insolvenz entgangen.
Auffallend sei im jetzigen Fall, dass schon Ende Jänner 2006 eine neue Firma namens Lugner Renovierungen GmbH gegründet worden sei, deren Alleingesellschafter Richard Alexander Lugner, der ältere Sohn von Richard Lugner ist, so der AKV. Auch hier seien Parallelen "zum väterlichen Vorbild erkennbar": Die Ing. Lugner Bau GmbH, um die es jetzt geht, sei im Mai 2004 gegründet worden und habe schon vor den damaligen Zahlungsstockungen einige Aktiva des Vaters übernommen.
(apa/red)










