Adeg-Rückkauf auf Schiene: Finanzierung per Kapitalerhöhung und Fremdkapital!
- Neuer österreichischer Aufsichtsratspräsident bestätigt
- FORMAT: Verkauf der 23 Magnet-Märkte auf Schiene
Der Rückkauf des Aktienpaketes im Umfang von 37,5 Prozent der Edeka Südbayern durch die österreichische Adeg-Genossenschaft, die derzeit 25 Prozent hält, ist auf Schiene. Das bestätigte der neue österreichische Aufsichtsrats-Vorsitzende, Herbert Hubmann, gegenüber FORMAT. Der bisherige deutsche Aufsichtsrats-Chef, Hans-Georg Maier, hat bereits den Hut genommen.
Hubmann bestätigte auch FORMAT-Recherchen, denen zufolge der Rückkauf zum Teil aus einer Kapitalerhöhung bei der Adeg-Genossenschaft finanziert werden soll. Gezeichnet wird sie von den größeren Adeg-Kaufleuten, die fünf Jahre Zeit haben, um die Summe aufzubringen. Der zweite, größere Teil soll über Fremdkapital aufgebracht werden. Entsprechende Gespräche mit Banken sind abgeschlossen. Erwartet wird, dass der formelle Beschluss bei einer Gesellschafterversammlung der Edeka Südbayern am 19. September in Ingolstadt fällt. Die Adeg wird damit wieder mehrheitlich in österreichischem Besitz stehen.
Hubmann sagte weiters gegenüber FORMAT, dass der bisherige deutsche Adeg-Vorstand Andreas Poschner im Amt bleiben werde. Dieser habe ausgezeichnete Sanierungsarbeit geleistet. Poschner sagte gegenüber FORMAT, dass er für die Zukunft der Adeg zuversichtlich sei. Im Juli sei der Umsatz auf vergleichbarer Fläche erstmals wieder gestiegen. Jetzt sei die Zeit der Ernte gekommen.
Ebenfalls auf Schiene ist der Verkauf der 23 Magnet-Märkte, berichtet FORMAT weiters. Dies, obwohl der bisherige Favorit Tesco aus dem Rennen ist. Die Entscheidung wird nun zwischen Billa und Spar fallen. Erwartet wird, dass es, um kartellrechtlichen Einwänden vorzugreifen, zu einer Aufteilung zwischen den beiden Marktführen kommen wird.
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