Donnerstag, 31. August 2006

Hoher Manager zahlt mit Firmen-Visakarte: FORMAT über die Strip-Lokal-Affäre bei ÖBB

  • Bezahlte Geburtstagsfest 'irrtümlich mit Firmenkarte'
  • Postbus-Chef verzeiht mutmaßlichem 'Karten-Sünder'

Nach der Causa Goldmann um Privatkopien im Büro tobt in der ÖBB eine neue pikante Affäre, bei der es diesmal um Besuche im Strip-Lokal Beverly Hills mit der Firmen-Visakarte, Sponsorenverträge und Provisionen geht. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

FORMAT liegt eine mit 25. April 2006 datierte Visakarten-Abrechnung eines hochrangigen Postbus-Managers vor, auf der eine Abbuchung in Höhe von 2.250 Euro durch das Wiener Erotik-Etablissement vom 12. April vermerkt ist. Heikel ist die Causa deshalb, weil es sich nicht um die private Karte des unverheirateten Managers handelt, sondern um seine Firmenkarte.

Gegenüber FORMAT begründet der Postbus-Manager, er habe im Beverly Hills mit 15 Freunden Geburtstag gefeiert, wobei er die dritte von drei Rechnungen im Zuge der ausgelassenen Feier irrtümlich mit der Firmenkarte bezahlt, darüber jedoch tags darauf unverzüglich bei der Geschäftsführung Meldung erstattet habe.

Postbus-Chef verzeiht mutmaßlichem 'Karten-Sünder'
Tatsächlich liegt FORMAT ein Schreiben von Postbus-Chef Michael Gassauer an den Manager vor, in dem es wörtlich heißt: "Ich betrachte diesen Vorfall als einmaliges Versehen und stelle eindeutig fest, dass im Wiederholungsfalle Ihnen die Kreditkarte aberkannt wird."

Gassauer, der mit dem betroffenen Manager auch privat befreundet ist, steht indes selbst im Mittelpunkt des ÖBB-Intrigenspiels. Dem ehemaligen ÖVP-Mandatar und Vertrauten von Verkehrsminister Gorbach wird auf der Baisis publik gemachter Sponsorenveträge intern geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen, berichtet FORMAT.

Unter anderem geht es um einen Vertrag für den Heeressport-Segelverein HSV, der mit einigen tausend Euro dotiert war. Zudem muss sich Gassauer, der intern mehrfach politisches Lobbying gegen seine Person beklagt hatte, Kritik an den Modalitäten einer Postbus-Testimonial-Kooperation mit Ski-Star Michaela Dorfmeister gefallen lassen. Kritisiert wird, dass eine Agentur, die den Vertrag eingefädelt und die Kooperation betreut hat, zu hohe Provisionen kassiert hat, so FORMAT

Die ganze spannende Story lesen Sie im aktuellen FORMAT!

31.8.2006 11:00