'Erweitere Nachbarschaftshilfe' für Ältere: Ärztekammer fordert Beruf 'Seniorenhelfer'
- Helfer würden demnach auch Bezahlung erhalten
- Modell sieht Parallele zu Kinder-Tagesmüttern vor
·Immer mehr sehen Probleme bei Pflege
Zwei Drittel fordern von Politik mehr Engagement
·Pflege: ÖGB fordert Amnestie für Illegale
Bei Meldung bei Unfall- versicherungsanstalt
·Mehr als 400.000 erhalten Pflegegeld
Neuer Rekordwert auch im Oktober erreicht
·Grüne wollen illegale Pfleger legalisieren
"Koalitionsbedingung" ist Aus für Studiengebühren
·Pflege-Experten- runde ohne Ergebnis
Sozialpartner diskutieren das Saisonniermodell
·Pflege: ÖVP gegen schnelle Legalisierung
Aus für Übergangsfrist
bei qualifizierten Kräften?
·Mehr als 80 Prozent von Familie gepflegt
426.000 Österreicher
für 465.000 Angehörige
Die Ärztekammer meldet sich mit einem neuen Vorschlag in der Pflegedebatte zu Wort. Sie regt an, den "Betreuungsberuf des Seniorenhelfers" zu schaffen. Dieser soll im Sinne einer "erweiterten Nachbarschaftshilfe" analog zur Betreuung der Kinder durch Tagesmütter mehrere Senioren zu Hause in alltäglichen Dingen des Lebens unterstützen, erklärte Otto Pjeta von der Ärztekammer.
Pjeta verwies darauf, dass es neben der medizinischen Versorgung und der qualifizierten Pflege einen großen Bedarf an Betreuungsleistungen für die Dinge des täglichen Lebens gibt. Derzeit werde diese Arbeit zu einem großen Teil freiwillig und ehrenamtlich sowie innerhalb der Familie erledigt. Dabei gebe es eine "Betreuung der vierten Generation durch die dritte" - 80 Prozent jener, die zu Hause Pflege leisten, sind schon über 60.
Helfer würden auch Bezahlung erhalten
Nach dem Konzept der Ärztekammer könnten sich diese Personen auch um ältere Menschen in der Nachbarschaft kümmern. Als "Seniorenhelfer" könnten sie ihnen bei der Organisation des Haushaltes, bei ärztlichen Maßnahmen und bei der Sozialbürokratie Unterstützung geben. Diese Helfer könnte man von der Ehrenamtlichkeit befreien und bezahlen.
Die Bezahlung sollte vor allem über das Pflegegeld funktionieren. Die "Seniorenhelfer" sollten auch eine eigene Ausbildung in einem Lehrgang erhalten. Die derzeit beschäftigten rund 40.000 illegalen ausländischen Pflegerinnen will die Ärztekammer in einer Übergangslösung zunächst straffrei stellen. Danach sollten sie sich in das System "einklinken".
Als Sofortmaßnahmen verlangt die Ärztekammer eine Informationskampagne des Staates über die Pflegevorsorge. Dabei sollten die Menschen informiert werden, wie sie für den Fall, dass sie selbst einmal Pflege benötigen, selbst Vorsorge treffen können.
(apa)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien19:31
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien

