Mittwoch, 30. August 2006

Einsparungen und Restrukturierung: Raum-ausstatter Inku baut jede fünfte Stelle ab

  • Über 20 Prozent der 243 Beschäftigten betroffen
  • Auch in Österreich mittelfristig Stellenabbau geplant

Der börsenotierte niederösterreichische Raumausstatter Inku will im Zuge seiner umfassenden Restrukturierung rund ein Fünftel seiner 243 Mitarbeiter abbauen. In den Filialen in Tschechien betrifft es an die 20 Beschäftigte. Aber auch in Österreich, vor allem in der Zentrale in Klosterneuburg, müsse mittelfristig auf Grund des gesunkenen Umsatzes über Personalabbau nachgedacht werden, hieß es aus dem Unternehmen. Bis Jahresende rechnet Inku in Folge des Umbaus mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Gesamtergebnis.

Der Raumausstatter erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2006 ein positives EBIT von 134.00 Euro nach einem Verlust von 1,17 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2005. Das Gesamtergebnis blieb aber mit 32.000 Euro noch leicht negativ nach minus 1,29 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Nettokonzernumsätze sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 16,3 (17,4) Mio. Euro. Beim Eigenkapital wies das Unternehmen wieder eine Quote von 12,2 Prozent aus.

Trotz einem verbessertem Konzernergebnis und einer günstigeren Eigenkapitalsituation im laufenden Jahr sieht sich Inku durch bestehende Altlasten einem weiteren Umsatzdruck ausgesetzt. Für Tschechien bedeute das, dass man gänzlich aus dem Einzelhandel ausscheiden werde, gab das Unternehmen bekannt. Tschechien wird auf eine reine Vertriebsgesellschaft reduziert, was den deutlichen Personalabbau erklärt. In Ungarn liegt die Umsatzentwicklung zwar über dem Vorjahr, es müsse aber weiter bei den Kosten eingespart werden.

In Österreich drücke die bestehende Marktentwicklung weiter auf den Umsatz. Trotzdem hofft man durch Sortimentsumstellungen und -Bereinigungen auf Umsatzgewinne. Man wolle sich auf die Kernfunktionen fokussieren und die Marktstellung in Österreich behaupten, so das Unternehmen. Weiters ist ein zukünftiger Ausbau der Geschäftstätigkeit in Süd- und Osteuropa geplant.

(apa/red)

30.8.2006 13:14