AUA braucht Kapitalspritze bis Jahresende: Tirol zeigt sich für Einstieg gesprächsbereit
- LH Van Staa: Flugline sollte man rot-weiß-rot erhalten
- Vor Gesprächen "müsste man auf uns zukommen"

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Die defizitäre AUA braucht bis Jahresende zusätzliches Kapital von mehr als 300 Euro. Für November ist eine Kapitalerhöhung anvisiert - allenfalls per vorherigem Kapitalschnitt. Wie berichtet wird geprüft, dazu auch die Länder Niederösterreich und Wien an Bord zu holen. Unterdessen zeigt sich das Land Tirol über einen Einstieg gesprächsbereit.
Für Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa ist es für Österreich unabdingbar, die AUA und damit auch den Flughafen Wien abzusichern. "Das ist auch für Tirol wichtig", meint van Staa in der "Tiroler Tageszeitung" in Hinblick auf den Airport Innsbruck und vor allem auf die AUA-Tochter Tyrolean. "Bei der Umbenennung in Austrian Arrows wurde Tirol zwar nicht gerade zuvorkommend behandelt, aber ich bin ja nicht nachtragend."
Wenn jetzt die Mithilfe gebraucht wird, um die Austrian Airlines rotweißrot abzusichern, dann wäre Tirol zu einem Einstieg bereit, heißt es in dem Zeitungsbericht. "Davor müsste man aber auf uns zukommen, dann sind wir gesprächsbereit."
Tyrolean gehört seit Jahren zu 100 Prozent der AUA. Tyrolean hat 1.600 Mitarbeiter und wickelt mittlerweile zwei Drittel der AUA-Konzern-Flüge ab und transportiert über 40 Prozent der 10 Mio. Passagiere. Im Vorjahr machte Tyrolean knapp 9 Mio. Euro Gewinn. Die AUA selbst schrieb erneut satte Verluste.
Auch BAWAG macht bei Kapitalerhöhung mit
Aus dem Kreis der Syndikats-Aktionäre mehren sich die Zusagen, bei der anstehenden Kapitalerhöhung für die AUA mitzumachen.
Die BAWAG P.S.K. werde sich an einer Kapitalerhöhung der AUA beteiligen, sagte BAWAG-Generaldirektor Ewald Nowotny. Das habe man in der Hauptversammlung beschlossen. Über die Höhe der Verbindlichkeiten der angeschlagenen Fluggesellschaft gegenüber der BAWAG wollte sich Nowotny nicht äußern: "Wir sprechen nicht über Kunden", hieß es dazu nur.
Insgesamt ist die AUA wie berichtet mit mehr als 1,7 Mrd. Euro verschuldet. Die großen Banken, die zum Teil an der AUA beteiligt sind, sind auch die großen Geldgeber.
In informierten Kreisen wird Raiffeisen eine maßgebliche Rolle an einem Kapitalsanierungspaket für die AUA zugeschrieben. Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) wird zumindest mitziehen, wenn neue AUA-Aktien aufgelegt werden, heißt es zur APA. Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) - ebenfalls ein großer Kreditgeber der Airline, ist dabei, über ihre Investmentbank CA IB Details an der Emission zu basteln.
Auch die Wiener Städtische Versicherung hat bereits signalisiert, Aktien aus einer kommenden AUA-Kapitalerhöhung zu zeichnen.
(apa/red)
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