"Ein zartes Pflänzchen": ÖFB-Präsident Stickler spürt nach Costa Rica-Match Aufwind
- ÖFB-Boss hält weiter fest zu Trainer Hickersberger
- Kein Verständnis für Scharner: "Völlig unverständlich"
·Mühsam nährt sich das ÖFB-Eichhörnchen
Mit 2:2 zufrieden, Wallner
& Aufhauser fallen aus
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2:2 gegen Costa Rica
Zwei Elfmeter führen zu gerechtem Unentschieden
·Hicke: "Die Schweiz von Mittelamerika"
Sanel Kuljic fällt für Test gegen Costa Rica aus
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2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
Unter den wenigen Zuschauern im leeren Stade Geneve beim 2:2 gegen WM-Teilnehmer Costa Rica hat sich auch Friedrich Stickler als Daumendrücker verloren. "Das war ein kleiner Fortschritt, ein zartes Pflänzchen", kommentierte der ÖFB-Präsident die Leistung der Hickersberger-Truppe nach dem 2:2 gegen WM-Teilnehmer Costa Rica. Das dürfe man nicht negieren, aber es lag ihm aber auch fern, das Gebotene schönzureden.
Man könne nicht zufrieden sein und er sei es auch nicht, sondern er wolle mehr, vielleicht gelinge beim nächsten Mal Österreich das erste Tor. "Ich will das Spiel nicht überbewerten, doch es war eine erste Entwicklung zu erkennen. Unser Fußball gehört nicht zur europäischen Spitze. Man darf nicht erwarten, dass wir sofort gewinnen, das dauert. Eine Diskussion über den Teamchef hilft nicht", sagte Stickler im Team-Hotel Beau-Rivage in Nyon.
Stickler hält weiter fest zu "Hicke"
Wie schon vor dem Ungarn-Spiel in Graz bekannte sich der Lotterien-Boss zu Josef Hickersberger und der Entscheidung des Präsidiums und der Bundesliga, ihn zu verpflichten. Es sei zwar ein sehr schwerer Weg zur EURO, aber es bringe nichts, jedes Mal die Teamchef-Frage zu stellen. "Das würde nicht zusammenpassen, wir bekennen uns zu Hickersberger", erklärte Stickler abermals. Kritik sei notwendig, man wolle nicht mit Samthandschuhen behandelt werden.
"Wir müssen alle zusammenhalten", appelliert Stickler und bat für das EURO-Projekt um Zeit. Zu den positiven Eindrücken in Genf zählte er Christoph Leitgeb, der für ihn der "Man of the Match" war. Es sei eine Freude gewesen, einen 21-Jährigen so frisch spielen zu sehen, er habe sich mit der Leistung freigeschwommen. "Das ist ein Zeichen für andere, Leitgeb nachzueifern. Auch ein Thomas Prager oder Roland Linz, der erwachsen wird und menschlich einen Schritt vorwärts machte, zählten für mich zu den Aktivposten."
Jeder erkenne in zunehmendem Maße, dass es nur an jedem selbst liege. "Wir brauchen nur Spieler, die sich hundertprozentig einsetzen und spielen wollen. Als Fußballer und besonders als Junger muss die EURO 2008 das größte Ziel sein, denn eine Heim-EM werden alle nicht mehr erleben", meint Stickler und spielte damit auch nochmals auf den Teamabschied von Paul Scharner an.
"Wenn jemand dieses Ereignis auslässt, fehlt mir dafür jedes Verständnis. Er ist schlecht beraten und das ist mir mehr als unverständlich", sagte Stickler, der ankündigte, dass die Bestellung eines Mental- und Konditionstrainers für das ÖFB-Team nicht mehr lange dauern würde. "Die Bestandsaufnahme und die Wünsche von Hickersberger sind abgeschlossen, jetzt wird definiert. Vielleicht werden die gesuchten Leute schon vor Ende 2007 arbeiten."
Ebenfalls in Bälde sollen die Gespräche mit der Bundesliga über die Termin-Planung der Saison 2007/08 vor dem EM-Turnier abgeschlossen sein. Der ÖFB wünscht sich ein möglichst früheres Liga-Ende. "Wir haben eine starke Annäherung und schon vieles erreicht. Ich glaube, dass wir schon in den nächsten Wochen bis Ende September zu einer Lösung kommen werden", meinte Stickler, der mit der Organisation des Turniers in der Schweiz nicht ganz zufrieden ist.
"Ich habe die Schweizer als perfekte Organisatoren kennen gelernt. Man hätte mit der einen oder anderen Aktion mehr Zuschauer mobilisieren können", so der ÖFB-Chef, der es nicht verstand, dass man das Costa-Rica-Spiel in einem von Österreich am weitesten entfernten Stadion ausgetragen hat. Man werde 2007 in Österreich versuchen, für die Schweiz zufrieden stellende Rahmenbedingungen zu schaffen. Als Schauplatz des Turniers ist da auch an Innsbruck gedacht.
(apa/red)










