"Nach 3 Niederlagen hilft uns nur ein Sieg":
ÖFB-Elf nimmt Costa Rica-Match bierernst!
- "Hicke": Performance im Spiel als "Charakterfrage"
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·Hicke: "Die Schweiz von Mittelamerika"
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2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
Heute unternimmt Österreichs Fußball-Nationalmannschaft im Stade de Geneve (20.15 Uhr/live auf NETWORLD) gegen WM-Teilnehmer Costa Rica den vierten Versuch, den ersten Sieg in diesem Jahr einzufahren. Nach den schwachen Leistungen gegen Kanada (0:2), Kroatien (1:4) und Ungarn (1:2) sehnen alle ein Erfolgserlebnis herbei. "Wir sind motiviert, überzeugt, dass der Knopf aufgehen wird. Wir werden uns besser und reifer als zuletzt in Graz anstellen", kündigte ÖFB-Teamkapitän Andres Ivanschitz an.
Die ganze Woche hatte die rot-weiß-rote Delegation in Nyon am Genfer See in Gesprächen, anhand von DVDs, Praxis und Theorie das Ungarn-Spiel aufgearbeitet. "Wir haben aus der zweiten Hälfte von Graz auch Positives mitgenommen, das sollte ein bisschen Auftrieb geben", hofft der Neo-Grieche, der durch den Besuch in der UEFA-Zentrale wie seine Teamkollegen "gedopt" ins Spiel geht. Ein Video über die EM hat bei ihm eine Gänsehaut und zusätzlichen Ansporn erzeugt.
Team habe Ernst der Lage jetzt erkannt
Ivanschitz versichert, dass das Nationalteam den Ernst der Lage erkannt hat. "Nach drei Niederlagen hilft uns nur ein Sieg, zumindest wollen wir nicht verlieren", gab er das Ziel aus. Von einer etwaigen Favoritenstellung gegen die Mittelamerikaner, die noch sechs WM-Spieler in ihrem Aufgebot haben, will ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger nichts hören. "Nach drei sieglosen Spielen ist es schon großen Mannschaften mit großen Namen schwer gefallen, solche Situationen zu bewältigen."
Der Niederösterreicher versucht es zum ersten Mal in seiner zweiten Teamchef-Ära mit einer Raute im Mittelfeld, die Aufhauser, Prager, Leitgeb und Ivanschitz bilden werden. Über die rechte Seite soll nicht Aufhauser, sondern Standfest Druck machen und auf der linken Seite mit Leitgeb und Ivanschitz angegriffen werden. Das Sturmzentrum ist das Revier von Linz, auf der rechten Seite darf Wallner sein Schusskraft zeigen und in der Defensive rechts helfen.
"Hicke" erwartet Charakterprobe
"Wir müssen uns taktisch klug, organisierter verhalten, vorne wie hinten. Ich glaube, wir werden ganz gut harmonieren. Jeder Einzelne muss jedoch seine individuellen Stärken einbringen, sich kämpferisch von seiner besten Seite präsentieren und die Schwächen anderer kaschieren", nannte Hickersberger seine Erwartungen. Er sprach von einer Charakterfrage und davon, dass seine Spieler nach dem Schlusspfiff mit ihrer Leistung zufrieden sein müssen.
Der 58-Jährige warnte davor, den spielerisch wie technischen starken Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Und er verweigert es, ein Resultat vorherzusagen, weil er Respekt vor Costa Rica hat. Der Amstettener nahm aber ein Zitat von seinem Freund Otto Rehhagel in Anspruch: "Man kann nicht immer gut spielen, doch man kann kämpfen und seine Aufgabe erfüllen." Das kann und muss der ÖFB-Teamchef von seiner Truppe in jeder Partie bis zur EURO 2008 erwarten.
Macho wird Austro-Tor hüten
Aus der Aufstellung machte Hickersberger kein Geheimnis. Hinter dem Zweier-Sturm und der Mittelfeldraute steht Macho im Tor, die Vierer-Kette bilden wie zuletzt in Graz Standfest, Stranzl, Feldhofer und Pogatetz. Neben dem ersten Sieg fehlen der Mannschaft laut dem Teamchef im Moment der Spaß, die Lust und Freude am Fußball sowie Typen wie früher Polster, Ogris und Herzog. "Ein Team, das viel lacht, spielt auch besser Fußball", meint "Hicke", der seine Schützlinge in Schutz nimmt. Man mache einen Prozess der Mannschaftsfindung durch, sei erst im Aufbau. Vielleicht können Ivanschitz und Co. schon bald lachen.
(apa/red)










