Prager für Österreich: Neuer "Kühbauer" sorgt für jede Menge frischen Wind im Team
- Niederlande-Legionär erhält viele Vorschusslorbeeren
- Voller Selbstvertrauen: "Müssen einen Sieg holen"
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Er steht für die junge Generation im Nationalkader und er ist ein Hoffnungsträger für die EURO 2008 im eigenen Land. Thomas Prager, der als 15-Jähriger von Wien-Stadlau in die Niederlande übersiedelte, um Karriere zu machen, hat viel Selbstvertrauen und gute Form ins Schweizer Trainingslager nach Nyon mitgebracht. Und er ist einer, der nicht auf den Mund gefallen ist. "Wir müssen den ersten Sieg einfahren und positive Stimmung ins Land bringen", appellierte Prager.
Der Mittelfeldspieler des SC Heerenveen, der sein Teamdebüt am 23. Mai gegen Kroatien (1:4) gegeben hatte und zuletzt gegen Ungarn (1:2) in der 61. Minute für Andreas Ivanschitz eingewechselt worden war, stieß mit zwei Liga-Siegen und als Tabellenzweiter zu seinen Teamkollegen. Mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit spricht er allen Mut zu: "Wir müssen eine Einheit werden, wir haben das Potenzial, um für 2008 eine gute Mannschaft zu haben. Ich bin zuversichtlich, werde meinen Teil einbringen", meinte der Wiener, der am 13. September 20 Jahre wird.
Er ist einer der Jüngsten und Unbekümmertsten im Aufgebot von ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger. Prager hatte gegen die Ungarn frischen Wind ins Spiel gebracht. "Ich habe Vollgas gegeben und ich glaube, Schwung gebracht zu haben", erinnert er sich an Graz. Seine Aufgabe im Team wie im Verein ist es, im zentralen Mittelfeld Zweikämpfe zu gewinnen und das Spiel nach vorne einzuleiten. Es macht ihm keine Probleme, dass er dies in Heerenveen in einem 4-3-3-System und unter "Hicke" in einer 4-4-2-Variante tut.
Vorschusslorbeeren für den Mittelfeldmotor
"Ich kann beides spielen", sagt der Blondschopf selbstbewusst. Der ÖFB-Teamchef hat von seinem Schützling eine sehr hohe Meinung. "Er verfügt als defensiver Mittelfeldspieler über sehr viel Technik, Übersicht und guten Spielaufbau. Er wird sich auf Sicht zu einem ausgezeichneten Mittelfeldspieler entwickelt", ist Hickersberger überzeugt. Was Prager auf Grund seiner Jugend noch fehle, sei die körperliche Robustheit sowie mehr und lautere Kommandos auf dem Rasen. Manche sagen schon, mit Prager wachse ein neuer Didi Kühbauer heran.
Der Legionär war dem Teamchef schon während seiner Zeit als Rapid-Trainer aufgefallen. "Thomas war damals 17, hat noch nicht in der Ersten von Heerenveen gespielt, da habe ich mit ihm telefoniert", erinnert sich Hickersberger. Inzwischen ist der Österreicher ein fixer Bestandteil der Startelf seines ausländischen Arbeitgebers, der bei jedem Heimspiel 25.000 Zuschauer zählt. Prager übersiedelte als 15-jähriger Handelsschüler von Wien nach Holland.
Anfänglich wohnte er bei einer Gastfamilie, ging in Heerenveen zur Schule und lernte die holländische Sprache. Er setzte alles auf die Karte Fußball, brach die Schule ab, bekam mit 16 einen Jung-Profi-Kontrakt und mit 18 Jahren einen echten Profi-Vertrag. Prager hat seinen Beruf gefunden, seine Arbeit macht ihm Spaß: "Jedes Training im Verein wird nur mit dem Ball absolviert." Und er selbst hat im Team alles auf die EM 2008 in seiner Heimat ausgerichtet.
(apa/red)










