Immer mehr Stars am Vogelweidplatz: Super-Zypriote Baghdatis bei BA-CA-Trophy!
- Damit schon fünf Top 10- Spieler in Wien am Start
Die BA-CA-Trophy 2006 kann mit einer der besten Besetzungen ihrer Geschichte aufwarten: Gleich die Hälfte der Top Ten hat für das mit 565.000 Euro dotierte ATP-Turnier vom 7. bis 15. Oktober in der Wiener Stadthalle genannt. Letzte Errungenschaft der Turnierdirektoren Leo-Günther Huemer und Peter Feigl neben Andy Roddick ist der charismatische Zypriote Marcos Baghdatis. Auch Titelverteidiger Ivan Ljubicic, David Nalbandian und Radek Stepanek haben für Wien genannt.
Damit werden die aktuellen Nummern 3, 4, 8, 9 und 10 am Vogelweidplatz zu sehen sein, außerdem sind auch noch Fernando Gonzalez (ATP-Nr. 11), Tommy Haas und Juan Carlos Ferrero auf der Liste. Mit Lleyton Hewitt, der vor längerer Zeit ebenfalls genannt hat, rechnen die Veranstalter allerdings nicht. "Ein Feld dieser Qualität haben wir in den letzten Jahren nicht gehabt", freut sich auch Stadthallen-Direktor Peter Gruber, der von gesteigertem Interesse der Fans berichten konnte. Und das ehe die Nachricht vom Antreten von Roddick und Baghdatis bekannt wurde.
"Wir haben bisher bereits 4.000 Karten mehr verkauft als zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr. Das zurückgehende Zuschauerinteresse hat sich verflüchtigt." Grund dafür sei u.a. ein um zehn Prozent gesteigertes Werbebudget. "Wir arbeiten auch enger mit dem ÖTV zusammen, und haben auch verstärkt in Wien und Niederösterreich geworben", erklärte Huemer in New York. Der neue Slogan "Vienna goes Tennis", der in der Bundeshauptstadt intensiv plakatiert wurde, scheint sich zu rentieren.
Das auch Österreich im Hauptbewerb vertreten ist, dafür sorgen vorerst drei Wild Cards,die an Jürgen Melzer, Oliver Marach und Stefan Koubek vergeben werden. Dieses Trio hätte beim derzeitigen Cut-off von 52 (letzter direkt Qualifizierter) in die Qualifikation müssen.
Marcos Baghdatis tritt zum ersten Mal in Wien an. "Mein Ziel ist es natürlich, das Turnier zu gewinnen. Ich brauche Punkte, damit ich beim Masters dabei sein kann." In Österreich war Baghdatis hingegen schon öfters: Einmal versuchte er sich (erfolglos) in der Qualifikation in St. Pölten, vergangenen Dezember spielte er beim Einladungsturnier in St. Anton zwei Matches (und verlor sowohl gegen Koubek als auch gegen Goran Ivanisevic).
Der Weltranglisten-8. wird besonders große Aufmerksamkeit bei den US Open erhalten, denn er könnte es sein, der die einmalige Karriere von Andre Agassi im Zweitrunden-Duell mit der US-Legende beendet.
Der Australian-Open-Finalist hat seit Jänner einen ungeheuren Popularitäts-Schub erlebt. "Mein Leben hat sich sehr verändert, ich habe viel zu tun gehabt. Es war speziell nach Australien eine große Party in meiner Heimat, die Leute zeigen mir ihre Liebe. Jetzt bin ich in den Top Ten und die ganze harte Arbeit hat sich ausgezahlt." Das Land mit rund einer Million Einwohnern hat bisher im internationalen Sport keine Rolle gespielt. "Jetzt bin ich so etwas wie ein Botschafter für Zypern."
Nach Australien hatte Marcos aber eine Art mentalen Durchhänger. "Ich musste mich danach selbst finden", gesteht der Zypriote, der auf dem Platz ähnliches Charisma wie ein Agassi entwickeln kann. Früher einmal war besagter Agassi sein Idol. "Dann bin ich zu Patrick Rafter gewechselt", erzählt er.
In Wien zu Gast wird auch ein prominenter Funktionär sein: ATP-Boss Etienne de Villiers, der mit seinen revolutionären Ideen frischen Wind ins Tennis-Geschehen bringt. "Ich will ihm zeigen, wie toll unser Turnier funktioniert", so Huemer. Und auch Werbung dafür machen, dass die BA-CA-Trophy vielleicht schon ab 2007 mit dem neuen Round-Robin-System gespielt wird. Doch das ist noch Zukunftsmusik.
Wichtigste Spieler, die für Wien genannt haben: Ivan Ljubicic (CRO/ATP-Nr. 3), David Nalbandian (ARG/4), Marcos Baghdatis (CYP/8), Radek Stepanek (CZE/9), Andy Roddick (USA/10), Fernando Gonzalez (CHI/11), Tommy Haas (GER/16)
(apa/red)
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