"Das ist im Wesentlichen erledigt. Jawohl": Häupl erklärt neues Austria-Stadion für fix
- Grundstücksankäufe in Rothneusiedl abgeschlossen
- Bürgermeister stärkt Trainer Schinkels den Rücken
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Laut dem Wiener Bürgermeister - und Austria-Kurator - Michael Häupl sind die Grundstücksankäufe für die neue Austria-Arena im Süden Wiens abgeschlossen: "Das ist im Wesentlichen erledigt. Jawohl". Wie viel die Flächen für das Rothneusiedl-Stadion gekostet haben, wollte er jedoch nicht sagen. Erwartungsgemäß wenig erfreut zeigte er sich über die sportliche Situation bei der Austria, einen Abgang von Trainer Frenkie Schinkels hält er aber nicht für sinnvoll."
Auskunft über die bezahlten Grundstückspreise gebe es nicht, "weil ich auch bei anderen Grundstückstransaktionen die Kosten nicht bekannt gebe". Schließlich werde ein nicht unerheblicher Teil der Flächen für weitere Betriebsansiedlungen und nicht für das Stadion gebraucht, betonte Häupl.
Häupl will "sportliches Hirn" einbringen
Das Stadion, so stellte er klar, soll in jedem Fall kommen. Aber er gehe davon aus, dass Frank Stronach dort am Standort auch eine konkurrenzfähige Mannschaft haben wolle. "Es bleibt alles so, wie ich es gesagt habe. Aber ich verweise schon darauf, dass ich nicht nur ein wirtschaftliches Hirn, sondern ein sportlich denkendes Gehirn habe - und die zwei Sachen muss man zusammenbringen", sagte Häupl.
Verhandlungen mit Stronach gebe es derzeit nicht: "Momentan habe ich gar keinen Stand der Gespräche. Denn dann müsste man auch darüber reden, dass man ein neues Stadion für einen Regionalliga-Verein nicht braucht, sondern für einen international konkurrenzfähigen Verein."
Auf die Frage, ob er Details über die Gespräche zwischen der Austria und Stronach wisse, meinte Häupl: "Natürlich weiß ich mehr." Aber die Verhandlungen in der Öffentlichkeit zu führen, würde er "für reichlich blöd" halten. Auch einen Zeitplan wollte Häupl nicht skizzieren. Ein Ergebnis müsse es jedoch spätestens dann geben, wenn die Unterlagen für die nächste Lizenzierung vorgelegt werden müssten.
Trainer Schinkels soll bleiben
Häupl sprach sich gegen einen Trainerwechsel in der derzeitigen Situation aus: "Ich habe den Eindruck, dass das das Problem nicht lösen würde." Die vor Saisonbeginn verkauften Spieler hätten in der vorigen Saison 38 Tore geschossen. In allen neun Pflichtspielen seien bisher vier Tore geschossen worden. "Da kann man nicht wirklich dem Trainer einen Vorwurf machen - sondern denjenigen, die die Spieler verkauft haben."
Ob das Problem des Wiener Fußballs auch am Geld liege? - Häupl: "Ja sicher." Fußballstars seien heute bezahlt wie Künstler. Selbst bei Salzburg sehe man, dass dort immer noch verhältnismäßig wenig Geld zum Einsatz komme. Valencia habe 2,7-mal mehr Geld zur Verfügung - "und deswegen gewinnen sie auch 3:0".
(apa/red)
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