Mittwoch, 30. August 2006

"Großer Schritt in der Karriere": Rapidler Garics freut sich auf Transfer nach Neapel

  • Rapid & Napoli einig, noch kein Vertrag unterzeichnet
  • Promi-Manager öffnete Tür zu Ex-Maradona-Klub

(Noch-)Rapid-Spieler Gyuri Garics übt sich ob seines Wechsels in die italienische Fußball-Serie-B zu Aufsteiger SSC Napoli und den bevorstehenden obligaten medizinischen Tests in Vorsicht. "Rapid und Napoli sind sich einig, aber es ist noch kein Vertrag unterschrieben", betonte der 22-Jährige.

Hinter den Kulissen scheint aber bereits alles unter Dach und Fach, Garics wird einen Fünf-Jahreskontrakt unterzeichnen. Und er spricht auch bereits über seine Ziele in Italien: "Im zweiten Jahr möchte ich den Aufstieg in die Serie A schaffen."

Promi-Manager öffnete Tür für Garics
Die Tür in den Fußball-Süden eröffnete ihm sein italienischer Manager Sergio Berti, zu dessen Klientel Topspieler wie der Ex-Internationale Christian Vieri (jetzt Atlanta Bergamo) oder Vincenzo Montella (AS Roma) zählen. Garics räumte auch ein, dass er im vergangenen Winter von der Verpflichtung des mittlerweile schon wieder beurlaubten Trainers Georg Zellhofer und vom Abgang Josef Hickersbergers profitiert habe. Im Frühjahr war der Kapitän der U21-Nationalmannschaft wieder zu einer fixen Größen in der Rapid-Formation gereift.

Weiters konzedierte Garics, dass mehrere Klubs bereits seit dem Winter Interesse an ihm bekundet hätten, darunter AC Torino - ein Wechsel zum Serie-A-Verein hatte sich auf Grund dissonanter Vertragsinteressen von Rapid und Torino zerschlagen - und auch Napoli.

Dass er jetzt durch den Transfer bessere Karten im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 habe, wollte der Defensivspieler, der sich nun ganz auf die rechte Außenposition festlegen will, nicht partout behaupten: "Nur weil ich wechsle, heißt das nicht, dass ich vom einen auf den anderen Tag ein besserer Spieler bin. Wenn man bei Rapid in der Bundesliga spielt und gute Leistungen zeigt, ist man ebenso ein Thema für das Team."

Natürlich, so Garics, überwiege die Vorfreude über "den großen Schritt in der Karriere" und die in Italien gelebte Fußballphilosophie ("Die Fans von Napoli sind sehr emotional, die Leute leben dort für Fußball"). Der Abschied aus Wien erfolgt aber auch mit Wehmut, denn es sei "eine tolle Sache, bei Rapid im geilsten Stadion von Österreich und bei den besten Fans" zu spielen.

(apa/red)

30.8.2006 13:25