Sechste Festnahme wegen Kofferbomben: Weiterer Verdächtiger im Libanon verhaftet
- Soll mit versuchten Anschlägen in Verbindung stehen
- Libanon: Anklage gegen sechs verdächtige Männer
·D: Terroranschläge während WM geplant!
Attentäter schreckten vor hohem Risiko zurück
·Terror: Prokop gegen
"Panikreaktionen"
Ministerin will konkreten EU-Plan zur Flugsicherheit
·GRAFIK: Vereitelte Terroranschläge
Verheerende Pläne seit 11. September-Attentaten
Im Libanon ist im Zusammenhang mit fehlgeschlagenen Bombenanschlägen auf deutsche Regionalzüge ein weiterer Verdächtiger festgenommen genommen worden. Dies verlautete aus Justizkreisen in Beirut. Damit hat der Libanon den Angaben zufolge bisher vier Personen inhaftiert. Ein Libanese und ein Syrer befinden sich zudem in deutscher Haft. Gegen die sechs Verdächtigen erhoben die Behörden vorläufig Anklage, wie aus den Kreisen weiter verlautete.
Die in Deutschland gefassten jungen Männer syrischer und libanesischer Nationalität sind die Hauptverdächtigen der geplanten Anschläge. Die beiden Kofferbomben, die nur auf Grund von Baufehlern nicht explodiert waren, waren Ende Juli in Zügen in Dortmund und Koblenz entdeckt worden.
Einem Zeitungsbericht zufolge sollten die Anschläge eigentlich während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland stattfinden. Die Festgenommenen hätten bei ihrer Vernehmung jedoch geäußert, ihnen seien Bedenken über die Auswirkungen und Risiken des Vorhabens während der WM gekommen.
Der libanesische Generalstaatsanwalt hat fünf libanesische und einen syrischen Staatsbürger im Zusammenhang mit den missglückten Anschlägen angeklagt. In der Anklage wird den Beschuldigten vorgeworfen, "Massenmord" organisiert zu haben, in dem sie Explosionen in deutschen Zügen geplant hätten. Vier der Angeklagten befinden sich in libanesischer Haft, zwei weitere sind in Deutschland inhaftiert.
Die vier im Libanon Inhaftierten sollen verhört werden. Im Falle einer Verurteilung droht den Männern lebenslange Haft und Arbeitslager.
(apa/red)
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