Wieder Anti-Terror-Razia in London: Polizei nimmt 16 Verdächtige in Großbritannien fest
- Anstiftung & Vorbereitung von Anschlägen vermutet
- Südost-England: Razzia auch in islamischer Schule
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Die britische Polizei hat bei zwei Anti-Terror-Razzien in London und Manchester 16 Verdächtige festgenommen. Allein in London fassten die Fahnder in der Nacht zum Samstag 14 Verdächtige. In Manchester wurden Samstag früh zwei Männer abgeführt, im Südosten Großbritanniens durchsuchten Sicherheitskräfte eine islamische Schule. Wie aus Polizeikreisen verlautete, werden sie unter anderem der Vorbereitung von Terroranschlägen verdächtigt. Der vom Geheimdienst geleitete Einsatz stehe aber nicht im Zusammenhang mit den jüngst vereitelten Anschlägen auf Transatlantikflüge von London in die USA.
In Manchester nahm die Polizei zwei weitere verdächtige Männer fest. Die insgesamt drei Razzien in Manchester hätten unabhängig von den Einsätzen in London stattgefunden. Familienmitglieder der dort gefassten Männer erklärten, es handele sich um Verwandte eines kürzlich Festgenommenen.
Der Sender BBC berichtete, zwölf Verdächtige seien in einem voll besetzten chinesischen Restaurant im Süden der britischen Hauptstadt gefasst worden, in dem die Speisen den islamischen Vorschriften (halal) entsprechend zubereitet würden. Polizisten in Schutzausrüstung stürmten das Lokal. Restaurantbesitzer Mehdi Belyani sagte, die Sicherheitskräfte hätten eine Gruppe von 15 Männern zwei Stunden lang einzeln vernommen und zwölf von ihnen schließlich in Handschellen abgeführt. Die Razzia in der britischen Hauptstadt sei seit Monaten geplant gewesen, sagte ein Sprecher von Scotland Yard.
In der Grafschaft East Sussex, im Südosten des Landes, waren nach Berichten der BBC anschließend rund 100 Polizisten im Großeinsatz. Ein Anrainer berichtete der britischen Nachrichtenagentur PA von Gerüchten, bei der islamischen Schule in Crowborough handele es sich möglicherweise um eine Ausbildungsstätte der radikal-islamischen Taliban. Zwischen den Einsätzen in London und East Sussex soll es einen Zusammenhang geben. Die Fahndung in Manchester habe damit jedoch nichts zu tun, teilte die örtliche Polizei mit.
Der Chef der Anti-Terror-Einheit von Scotland Yard, Peter Clarke, sagte der BBC, in Großbritannien stünden zahlreiche Menschen unter Polizeibeobachtung, die möglicherweise die Sicherheit im Land gefährden und Terroristen unterstützen könnten. (apa/red)
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