Sonntag, 3. September 2006

Luftraum verletzt: Heli mit georgischem Minister wurde über Südossetien beschossen

  • Hubschrauber dabei beschädigt, niemand verletzt

Ein georgischer Hubschrauber mit Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili an Bord ist über der abtrünnigen Provinz Südossetien beschossen worden. Die Maschine sei beschädigt worden, aber alle an Bord hätten den Angriff unverletzt überstanden, sagte der Verteidigungsminister. Zuvor hatten die Behörden in Südossetien erklärt, ihre Streitkräfte hätten einen georgischen Regierungshubschrauber abgeschossen, der den Luftraum der Region verletzt habe.

Südossetien unterhält enge Beziehungen zu Russland und hat seit dem Sezessionskrieg im Anschluss an die Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 de facto eine eigene Regierung. Bei einer Volksabstimmung im Jänner 1992 sprach sich eine große Mehrheit für die Loslösung von Georgien aus.

Die Spannungen zwischen der Regierung in Tiflis und Südossetien haben mit der Wahl des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili im Jänner 2004 wieder zugenommen. Saakaschwili hat angekündigt, dass er sowohl Südossetien als auch die abtrünnige Region Abchasien unter die Kontrolle der Regierung bringen will. (apa)

3.9.2006 19:27