Flugzeugunglück im Iran: Maschine fängt
bei Landung Feuer - 29 Menschen sterben
- 62 Menschen unverletzt, 47 sind im Krankenhaus
- Reifenplatzer als Unglücksursache bei Landeanflug?

·Alternde Tupolew bis heute ein Arbeitspferd
Mittelstreckenflugzeug sowjetischer Bauart
Bei der Bruchlandung eines iranischen Verkehrsflugzeug sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Das Fernsehen berichtete von bis zu 80 Toten, der Chef der iranischen Luftfahrtbehörde, Nurollah Resai Niaraki, dementierte dies jedoch und sprach von 29 Opfern. An Bord des Flugzeugs vom russischen Typ Tupolew TU-154 befanden sich den Angaben zufolge 148 Insassen.
Das Unglück ereignete sich in Maschhad rund 1.000 Kilometer nordöstlich von Teheran. Dort befindet sich ein viel besuchtes schiitisches Heiligtum. Die Maschine der Iran Airtour war in Bandar Abbas im Süden des Landes gestartet. Niaraki zufolge schlitterte sie bei der Landung aus vorerst ungeklärter Ursache von der Rollbahn, wobei der linke Flügel auf den Boden aufschlug. Dies habe das Feuer ausgelöst. Im Fernsehen war von einem geplatzten Reifen die Rede, was jedoch nicht bestätigt wurde.
Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte, die Leichen auf Bahren aus dem verkohlten Mittelteil des Rumpfes trugen. Zahlreiche mit Decken verhüllte Leichen lagen in der Nähe des Flugzeugs, das von Feuerwehrleuten mit Wasser besprüht wurde. Dem Sender zufolge waren unter den Toten keine Besatzungsmitglieder. Bei der TU-154 handelt es sich um denselben Maschinentyp, der am 22. August in der Ukraine abstürzte, wobei 170 Menschen in den Tod gerissen wurden.
Iran hat für Flugzeugunglücke in der Vergangenheit US-Sanktionen verantwortlich gemacht, die den Import von Ersatzteilen erschwerten. Der Kompromissvorschlag der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands im Atomstreit mit Teheran enthielt auch das Angebot, den Kauf neuer Flugzeuge und Ersatzteile zu ermöglichen. (apa/red)
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