Neuer Gammel-Skandal in Bayern: Vier Jahre altes Döner-Fleisch sichergestellt!
- Lebensmittel beschlagnahmt - Lagerhalle versiegelt
Ein neuer Fleischskandal in Bayern hat den Verbrauchern den Appetit verdorben. Bei einem Großhändler in München wurden mehr als zehn Tonnen Fleisch sichergestellt, bei dem die Haltbarkeitsdaten teilweise um vier Jahre überschritten waren, berichtete das Kreisverwaltungsreferat in München am Donnerstag. Zu der beschlagnahmten Ware gehörten mehrere Tonnen Döner-Spieße und rund 360 Kilogramm Wild- und Geflügelfleisch.
Die Kühl- und Geschäftsräume des Münchner Betriebeswurden geschlossen und versiegelt. Die Münchner Polizei bildete eine Sonderkommission "Kühlhaus". Acht Beamte ermitteln jetzt die Handelswege der Firmenware und ob verdorbene Ware in den Verkehr gelangt ist. Die Döner-Abnehmer seien im gesamten Bundesgebiet angesiedelt. Alle 16 Mitarbeiter des geschlossenen Münchner Betriebes würden vernommen.
Bayerische Unternehmen waren im vergangenen Jahr mehrfach wegen Lebensmittel-Skandalen in die Schlagzeilen geraten. Im Oktober 2005 war der Geschäftsführer einer Deggendorfer Kühlhaus-Gesellschaft festgenommen worden, weil er verdorbenes Fleisch an Lebensmittelhersteller in Deutschland, Italien und Frankreich geliefert hatte. Wenige Monate später entdeckten Kontrolleure ungenießbare Produkte bei einem Passauer Wildfleischproduzenten.(apa)
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